Japanischer Turner fasst in Rio wegen "Pokemon Go" 5.000-Dollar-Rechnung aus

05.08.2016

Der japanische Turner Kohei Uchimura hat offensichtlich eine absurd hohe Rechnung wegen des Spielens von "Pokemon Go" ausgefasst, nachdem er am 20. Juli in Rio angekommen war. Was jedoch noch interessanter ist: In Rio ist es an und für sich gar nicht möglich, "Pokemon Go" zu spielen.

Abgesehen davon, dass Athleten ausgeraubt wurden, die Unterkünfte Substandard aufweisen, das Wasser verdreckt ist und die russische Delegation mit einem Dopingskandal zu kämpfen hat, ist es eine der großen Geschichten beiden Olympischen Spielen von Rio de Janeiro, dass man in Brasilien keine Pokemons fangen kann.

Der britische Olympionike Joe Clarke hat ein Bild auf seinem Twitter-Account gepostet, mit dem er sich über den Mangel an Pokemons in seiner Gegend beklagt: „Kein Pokemon in der Olympischen Veranstaltungsstätte von Deodoro? Oder in Brasilien??@NianticLabs @PokemonGoApp @Pokemon #PokemonGO— Joe Clarke (@joeclarkek1) July 26, 2016.” Wenn man also hört, dass Uchimura 500.000 Yen, also 5.000 Dollar für seine Handyrechnung bezahlen musste, während er "Pokemon Go" gespielt hat, muss die erste Frage möglicherweise lauten: Wie ist das möglich?

Nun, offensichtlich hat Uchimara die E-Mail nicht bekommen, dass man in Rio keine Pokemon fangen kann, was bedeutet, dass der Turner die ganze Stadt abgelaufen ist, wobei er verrückte Roaming-Gebühren ansammelte – wobei er allerdings nichts gefangen hat. Zum Glück blieb es Uchimura erspart, die gesamte Rechnung zu bezahlen, nachdem er seinen Netzanbieter um einen Nachlass gebeten hatte. Stattdessen hat die Firma eingewilligt, nur eine Flatrate für 30 Dollarpro Tag zu verrechnen und keine Extra-Kosten zu veranschlagen, wie die Zeitung USA Today berichtete.

„Ich habe wirklich noch einmal Glück gehabt“, sagte Uchimura der Kyodo News, ein Nachrichtendienst aus Tokio. Allen anderen Olympioniken, die derzeit nach Rio reisen, sollte der Fall von Uchimura eine Lehre sein. Man sollte während eines Aufenthaltes in Rio die "Pokemon Go" App nicht öffnen. Es gibt dort nichts, was man fangen könnte.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: japanischer Turner,Kohei Uchimura,Pokemon Go