China wird „doudizhu“-Kartenspielmeister anerkennen

07.09.2016

Ausländer, die mit der chinesischen Gemeinde in engerem Kontakt treten möchten, sollten vielleicht einmal das populäre Kartenspiel „doudizhu“ ausprobieren. „Doudizhu“ bedeutet wörtlich übersetzt: „Den Mietherren bekämpfen“.

Für neue „doudizhu“-Spieler gibt es jetzt eine zusätzliche Motivation, das Spiel zu erlernen: Die Behörden werden Spitzenspieler offiziell anerkennen und 5 Millionen Yuan an Preisgeld für die Gewinner der laufenden Meisterschaften ausrufen. Die Meisterschaft startete am Samstag. Es handelt sich um die ersten nationalen Meisterschaften, nachdem das Spiel als Wettbewerb von der Chinesischen Generalverwaltung für Sport anerkannt wurde. Die Chinesische Generalverwaltung für Sport ist auch einer der Organisatoren der Veranstaltung.

Bei Doudizhu handelt es sich um das populärste Pokerspiel in China. Üblicherweise ist es auf drei Spieler limitiert, aber man kann es auch zu viert spielen. Der „Mietherr“ hat in jeder Hand einen Spieler und spielt alleine, während die anderen ein Team bilden. Das Ziel des Mietherren ist es, zuerst alle Karten in einer gültigen Kombination auszuspielen. Das Team wiederum gewinnt, wenn es gelingt, alle Karten vor dem Mietherren auszuspielen. Die Spieler können das Spiel über zahlreiche Online-Plattformen betreiben, nachdem sie sich mit ihrem richtigen Namen registriert haben. Ende Juni 2017 werden die besten 2.000 Spieler von Angesicht zu Angesicht gegeneinander antreten. 108 von ihnen werden für die Semifinalrunde qualifiziert, während sich nur 12 von ihnen für das Finale qualifizieren können.

„Die hohe Anzahl an Teilnehmern mag erstaunlich wirken. Wir erwarten, dass sich insgesamt 100 Millionen Menschen registrieren werden, um das Spiel zu spielen“, sagte Chen Zelan, ein für Brettspiele verantwortlicher Beamter an der Generalverwaltung für Sport der Nachrichtenagentur Xinhua. Bai Min, ein weiterer Beamter sagte, man könne doudizhu über dutzende Plattformen in China spielen. Eine populäre Plattform ist beispielsweise ourgame.com, wo in jedem Monat 10 Millionen Spieler gegeneinander antreten. Um Fairness sicherzustellen und die Talente der jeweiligen Spieler zu testen, müssen die Spieler im Rahmen des Wettbewerbs manchmal gegen Computer antreten. „Wenn beispielsweise zehn Spieler in einem Spiel aktiv sind, bekommen sie dieselben Karten, um gegen den Computer anzutreten“, sagte Chen.

Darüber hinaus können Online-Spieler auch „Talentpunkte“ bekommen, je nachdem, wie gut sie in dem Spiel abschneiden. Diese Punkte werden in einem landesweiten Ranking aufgelistet. Außerdem wurde ein Online-System für Turnierschach und Kartenspiele etabliert. Registrierte Spieler können Punkte unter verschiedenen Plattformen teilen und sammeln. Diese Plattformen laufen sowohl über Smartphones als auch über Computer. Spieler können ihren Rang online einsehen und Titel gewinnen. Diese reichen von „Fünf-Sterne-Spieler“ bis zu „Lebenslanger Meister“. Dabei handelt es sich um einen Versuch der Generalverwaltung für Sport, mehr Brettspiele abseits von beliebten Klassikern wie Go, Bridge oder Dame auf digitale Plattformen zu bringen. Daher hat die Verwaltung auch Regeln, Standards und administrative Regulären festgelegt.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: doudizhu,Kartenspielmeister