Reproduktionsmedizin
Schwarzmarkt in China für menschliche Eizellen boomt
Das Geschäft im Untergrundmarkt für menschliche Eizellen blüht und bleibt ein ernstes Problem im chinesischen Festland.
Das Geschäft im Untergrundmarkt für menschliche Eizellen blüht und bleibt ein ernstes Problem im chinesischen Festland. Vermittler werben mit ihrem Dienst um unfruchtbare Paare, während junge Frauen, insbesondere Studenten, von der Aussicht angelockt werden, beachtliche Summen als Zahlung zu bekommen, doch dabei ihre Gesundheit riskieren. Werbung für "Eizellenspende" oder "Leihmutterschaft" ist überall auf den Straßen um das Zentrum für Reproduktionsmedizin des Dritten Krankenhauses der Peking-Universität sowie auf Online-Diskussionsforen von Universitäten in Shanghai und Beijing zu sehen.
Spenderinnen sollen allgemein gebildet und attraktiv sein, und eine Zahlung zwischen 20.000 Yuan (rund 2.680 Euro) bis 60.000 Yuan (rund 8.000 Euro) ist möglich, je nach ihrem Bildungsniveau und ihrem Äußeren. Viele der Spenderinnen sind Studenten und gering verdienende Frauen, denn das Spenden von Eizellen ist eine "schnelle und einfache Methode, um Geld zu verdienen", und viele haben schon "drei- oder viermal gespendet", berichtete youth.cn.
Allerdings könnte die Eizellenspende die Spenderinnen in Gefahr bringen und Komplikationen verursachen, wie Brustschmerzen und einen aufgeblähten Bauch, berichtete Global Times. Mehr als 40 Millionen Menschen in China sind unfruchtbar, und rund drei Millionen Frauen benötigten 2015 medizinische Hilfe, um biologische Kinder zu bekommen, doch nur wenige können Hilfe über offizielle Kanäle bekommen, wie Statistiken zeigen.
Das Gesundheitsministerium hat 2003 offiziell sämtliche Eizellenspenden verboten, und nur Eizellen, die von Frauen waren, die sich Behandlungen zur künstlichen Befruchtung unterzogen hatten, durften gespendet werden. Der Direktor der Beijinger Kanzlei Chunlin, Pang Jiulin, sagte, der Kauf und Verkauf von menschlichen Eizellen sei auf dem chinesischen Festland offiziell illegal, und das Verhalten der Vermittler stelle ein Verbrechen dar. Allerdings schreiben die derzeitigen Regelungen nur Strafen für medizinische Institutionen vor, die in das Geschäft von Eizellenspenden involviert sind, aber keine Strafen für andere Privatpersonen oder Vermittler, die in den Handel involviert sind.










