Japan will sein größtes Kriegsschiff ins Südchinesisches Meer schicken
Japan plant angeblich, sein größtes Kriegsschiff ins Südchinesische Meer zu entsenden. Chinesische Experten glauben derweil, dass dieser Schritt Japans Entschlossenheit zeigt, sich in die maritimen Streitigkeiten einzumischen.

Reuters berichtete am Montag, dass Japan den Hubschrauberträger Izumo Anfang Mai für drei Monate ins Südchinesische Meer verlegen will. Dies wäre der größte Truppenaufmarsch der Seestreitkräfte in der Region seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Izumo, die erst vor zwei Jahren in Auftrag gegeben worden war, wird in Singapur, in Indonesien, auf den Philippinen und in Sri Lanka anlegen und anschließend im Juli gemeinsam mit der indischen und US-amerikanischen Marine im Indischen Ozean eine Übung durchführen.
"Wir haben festgestellt, dass Japan im Südchinesische Meer Zwietracht gesät und Feindschaft geschürt hat“, sagte die Außenministeriumssprecherin Hua Chunying am Dienstag auf einer Pressekonferenz. China hoffe, dass Japan eine verantwortungsvolle Rolle spielt und den Frieden und die Stabilität in der Region stützt. Solange das Kriegsschiff das Südchinesische Meer auf dem Weg zu anderen südostasiatischen Ländern lediglich durchfährt, sei dies kein Problem, sagte Hua. Derzeit sei aber der Zweck der Fahrt unklar.
Der in Beijing ansässige Marineexperte Li Jie sagte derweil zur Global Times, dass die Entsendung des größten Kriegsschiffs für Japans "feste Entschlossenheit" stehe, sich in den Streit um das Südchinesischen Meer einzumischen. Obwohl der Streit für Japan eigentlich unwichtig sei, versuche Tokyo so seine militärische Zusammenarbeit mit den USA auszuweiten und den Einfluss in der Region zu stärken.
Reuters zitierte eine Quelle mit den Worten, dass das Ziel sei, die Izumo zu testen, indem das Schiff auf eine erweiterte Mission geschickt wird. "Die Izumo kann im Südchinesischen Meer mit der US-Marine trainieren." Zudem wolle Japan Chinas Sicherheit und wirtschaftliche Entwicklung behindern, damit es ein größeres Mitspracherecht in der Region Asien-Pazifik erhält. Tokyo versuche sich mit anderen südostasiatischen Ländern zu verbünden, um China zu isolieren und in der Region ein Chaos zu veranstalten, so Li weiter.
Reuters berichtete, dass Japan den philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte auf die Izumo einladen wollte, wenn diese die Subic Bucht rund hundert Kilometer westlich von Manila besucht. Duterte erwiderte darauf: "Wenn ich Zeit habe."











