Große Schäden nach Erdbeben

15.08.2017

Der Erdbeben mit einer Stärke von 7,0 auf der Richterskala im Bezirk Jiuzhaigou in der Provinz Sichuan vom Dienstag in der vergangenen Woche hat auch viele Schäden in den benachbarten Gebieten angerichtet. Dies haben die Behörden am Sonntag bekannt gegeben.

25 Personen sind an den Folgen des Erdbebens in der Nacht vom Dienstag in Jiuzhaigou gestorben. Jiuzhaigou ist ein Bezirk in Aba, der Autonomen Präfektur der Tibeter und Qiang. 525 weitere Personen wurden verletzt. Bislang wurde die Identität von 21 getöteten Personen bestätigt. Dies gaben die Beamten der Provinzregierung am Sonntag bekannt.

Das Erdbeben hat Straßen beschädigt, Häuser, Felder, Wälder, Telekommunikations- und Elektrizitätseinrichtungen sowie Fabriken. Schäden gab es somit in 11 Ortschaften von Pingwu, einem benachbarten Bezirk in Mianyang in der Provinz Sichuan. Die wirtschaftlichen Schäden in Pingwu haben 110 Millionen Yuan (17 Millionen US-Dollar) überschritten. Dies geht aus Angaben des Informationsbüros der Provinzregierung von Sichuan hervor. Das Erdbeben hat 259 Telefonmasten in den Bezirken von Pingwu, Songpan, Zoige und Hongyuan außer Funktion gesetzt. Insgesamt wurden 1079 Arbeiter eingesetzt, um die Schäden zu beheben. Sonntagmorgen haben 238 Anlagen wieder ihren Betrieb aufnehmen können, hieß es aus dem Büro.

Das Erdbeben erschütterte Jiuzhaigou am Dienstagabend um 9:19 Uhr, das Epizentrum lag in einer Tiefe von 20 Kilometern. Mehr als 3.000 Nachbeben wurden registriert. Das stärkste wurde am Sonntag mit 4,8 auf der Richterskala gemessen. Die obersten Gesetzgeber haben unmittelbar nach dem Erdbeben reagiert. Dienstagnacht rief Präsident Xi Jinping zu sofortigen Maßnahmen auf, um die Rettungsarbeiten zu organisieren und die Verletzten zu bergen. Er sagte, dass die Behörden die Auswirkungen des Bebens überprüfen müssten. Die Besucher und lokalen Anwohner müssten unverzüglich evakuiert werden, um damit die Anzahl an Todesfällen und Verletzten so weit wie möglich zu minimieren. Ungefähr 60.000 Touristen und Wanderarbeiten wurden evakuiert und am nächsten Tag bis 5 Uhr Nachmittag aus der unmittelbaren Nähe des Epizentrums in Sicherheit gebracht. Die Evakuierung geschah rasch und effizient durch die Bemühungen der Regierung und der Bevölkerung, welche sich in der Region aus unterschiedlichen ethnischen Gruppen zusammensetzt, wie es aus dem Büro hieß.

Li Yinzheng, ein tibetischer Generalmanager des Sacred Lotus Hotels in Jiuzhaigou arbeitete schon als Freiwilliger beim großen Beben von Wenchuan im Jahr 2008 und beim Erdbeben von Lushan im Jahr 2013. Das verheerende Erdbeben im Bezirk Wenchuan in der Provinz Sichuan hat 69.226 Personen getötet, es gab zudem 17.923 Vermisste. Das Erdbeben im Bezirk Lushan in der Provinz Sichuan hat 176 Menschen getötet und 12.614 Personen verletzt. Durch die Erfahrungen, die Li bei den Erdbeben gesammelt hat, hat Li die Touristen innerhalb von Minuten innerhalb des Hotels versammelt. Er beruhigte sie und versprach ihnen, auf sie aufzupassen, bis sie Jiuzhaigou verlassen hätten. Er organisierte die Mitarbeiter des Hotels, um Zelte aufzubauen und Lebensmittel zu verteilen. Außerdem wurden Decken an die Touristen verteilt und an Menschen, die keine Unterkunft finden konnten, bis sie Jiuzhaigou zwei Tage später verlassen konnten.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Schäden,Erdbeben,Jiuzhaigou