Stellvertretender FBI-Direktor tritt zurück
Der stellvertretende Direktor der amerikanischen Bundespolizei FBI, Andrew McCabe, ist am Montag zurückgetreten. Seine Versetzung in den Ruhestand war eigentlich erst für März vorgesehen. McCabe wird aber weiterhin sein Gehalt beziehen und unter voller Wahrung seiner Pensionsansprüche Mitte März aus dem Dienst scheiden, berichtet NBC-News unter Hinweis auf Quellen.

Der stellvertretende Direktor der amerikanischen Bundespolizei FBI, Andrew McCabe
Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, sagte in der Pressekonferenz vom Montag, dass Präsident Donald Trump nicht am Entscheidungsfindungsprozess bezüglich des Rücktritts beteiligt gewesen sei.
Der ehemalige Generalbundesanwalt der Vereinigten Staaten, Eric Holder, twitterte am Montag, dass McCabe "ein engagierter Beamter war und ist, der seinem Land große Dienste erwiesen hat."
McCabes Karriere in der Verwaltung begann 1996 beim FBI. In letzter Zeit war er im Zentrum wachsender Spannungen zwischen der Bundespolizei und den Republikanern gestanden.
McCabe ist von republikanischen Abgeordneten vorgeworfen worden, dass er in den Spitzen des FBI eine grundsätzliche Voreingenommenheit gegen den amtierenden US-Präsidenten gepflegt hätte.
Trump hatte McCabe kritisiert in Zusammenhang mit den Untersuchungen des FBI in der Email-Affäre der früheren Außenministerin Hillary Clinton, die bei den Präsidentschaftswahlen 2016 gegen Trump angetreten war. Entgegen den Erwartungen konservativer Kreise war damals keine Anklage gegen Clinton erhoben worden.
Es wird berichtet, dass Trump nach der Entlassung von FBI-Direktor James Comey letzten Mai McCabe im Weißen Haus empfangen habe und ihn danach fragte, für wenn er bei den Präsidentschaftswahlen gestimmt habe. Comey hatte die Untersuchungen des FBI über eine mögliche Einflussnahme Russlands auf die Wahl Trumps zum Präsidenten der USA geleitet.
Der republikanische Präsident hatte McCabe auch wegen dessen Ehefrau, Jill McCabe, scharf kritisiert. Die Gattin des Direktors hatte für die demokratische Partei für einen Sitz im Senat des Bundesstaates Virginia kandidiert und in diesem Zusammenhang Wahlkampfspenden vom damaligen Governeur des Staates, Terry McAuliffe, erhalten, der ein enger Verbündeter von Clinton war.
Trump fragte im Dezember, wie es möglich sein könne, dass McCabe die Ermittlungen gegen Clinton führe, wenn seine Frau Spenden aus der Hand einer "Clinton Marionette" erhalten habe.
Sanders sagte am Montag, dass der Präsident zu seinen früheren Äußerungen bezüglich McCabes stünde und dass das Weiße Haus "einige Bedenken" hinsichtlich seiner Arbeit beim FBI habe.












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