Verbesserung der Luftqualität

Jeder dritte Smog-Todesfall ereignet sich in Asien-Pazifik

03.05.2018

Nach neuen Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die Luftverschmutzung in vielen Teilen Asiens weiterhin gefährlich hoch. Rund ein Drittel oder 2,2 Millionen der weltweit 7 Millionen frühzeitigen Todesfälle durch Luftverschmutzung in Haushalten (Innenräumen) und Außenluft (im Freien) sind in der Region Westpazifik der WHO – in der ein Viertel der Weltbevölkerung lebt. Die neuen Schätzungen der WHO zeigen, dass 9 von 10 Menschen auf der Welt Luft mit einem hohen Gehalt an Schadstoffen einatmen. Verschmutzte Luft dringt tief in ihre Lunge und das Herz-Kreislauf-System ein. Von den 2,2 Millionen Todesfällen durch Luftverschmutzung in dieser Region im Jahr 2016 waren 29 Prozent auf Herzerkrankungen, 27 Prozent auf Schlaganfälle, 22 Prozent auf chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen, 14 Prozent auf Lungenkrebs und 8 Prozent auf Lungenentzündung zurückzuführen.

Luftschadstoffe im Freien

Die Luftverschmutzung im Freien besteht hauptsächlich aus Feinstaub (PM10 und PM2.5). Zu PM2.5 gehören Schadstoffe wie Sulfat, Nitrate und Ruß, die die größten Risiken für die menschliche Gesundheit darstellen.

Luftschadstoffe in Innenräumen

Die Hauptquelle der Luftverschmutzung in Haushalten ist die Verwendung von Kerosin und festen Brennstoffen wie Holz in umweltschädlichen Öfen, offenen Feuern und Lampen. Mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung haben immer noch keinen Zugang zu sauberen Kochbrennstoffen und -technologien in ihren Häusern. Frauen und Kinder sind am stärksten von häuslicher Luftverschmutzung bedroht.

Alle Länder müssen etwas tun

Obwohl die jüngsten Daten zeigen, dass die Luftverschmutzung in der westpazifischen Region der WHO noch immer gefährlich hoch ist, zeigen sich auch einige Fortschritte. Die geschätzte Zahl der Todesfälle durch Luftverschmutzung in der Region ist von 2,8 Millionen im Jahr 2012 auf 2,2 Millionen im Jahr 2016 gesunken. Luftverschmutzung kennt keine Grenzen. Die Verbesserung der Luftqualität erfordert nachhaltige, koordinierte Maßnahmen der Regierungen auf allen Ebenen. Die Länder müssen gemeinsam an Lösungen arbeiten.

Im Oktober 2016 verabschiedeten die Mitgliedstaaten auf dem Asiatisch-Pazifischen Regionalen Forum für Gesundheit und Umwelt den Regionalen Rahmen für Maßnahmen zum Schutz der Umwelt in der Westpazifik-Region und die Erklärung von Manila. Im Oktober 2017 veranstaltete die WHO eine Konsultation der Mitgliedstaaten zur Bekämpfung der gesundheitlichen Folgen der Luftverschmutzung in der Westpazifik-Region und arbeitet weiterhin mit den Ländern zusammen, um Maßnahmen zur Verbesserung der Situation zu ergreifen.


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Luftverschmutzung,Schadstoffe,Todesfall,Smog