Kryonik-Technik
Toter Körper von Chinesin erfolgreich eingefroren
Als Lius Herz aufhörte zu schlagen und die Ärzte ihren Tod nach Mitternacht feststellten, wurde der Körper sofort an ein lebensunterstützendes System angeschlossen, einschließlich Ernährung und Herz-Lungen-Unterstützung. Um 3:30 Uhr wurde der Körper per Rettungswagen vom Zentralkrankenhaus Tai'an ins Yinfeng Kryonikinstitut transportiert, wo er um 4:53 Uhr eintraf. Im Anschluss wurden Chemikalien gespritzt, die dem Schutz der Zellen während des Einfrierprozesses dienten. Danach wurde der Körper in einen Container mit Flüssigstickstoff gelegt, in dem die Temperatur bei unter Minus 190 Grad Celsius blieb. Der ganze Prozess dauerte mehr als zwei Tage.
Die Yinfeng Life Science Stiftung, welche von dem Institut gegründet wurde, deckt den Großteil der Kosten für das Prozedere und die Lagerung. Die genauen Kosten wollte die Stiftung nicht angeben. Liu, die an Lungenkrebs starb, nahm freiwillig an dem Projekt teil und wurde dabei von ihrem Ehemann und ihren Kindern unterstützt.
„Sie war solch eine warmherzige Frau. Sie hatte immer daran gedacht, ihren Körper für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung zur stellen“, sagte Lius Ehemann, Zhou, 73 Jahre alt. „Jede neue Sache braucht einen Vorreiter. Wenn keiner etwas probiert, wird es keinen Fortschritt in der Wissenschaft geben. Es ist enorm wichtig, wenn eine Person auch nach ihrem Tod zur Wissenschaft beitragen kann“, sagte Zhou.
Sang Benqian, Juraprofessor an der Chinesischen Ozean-Universität, sagte, dass in China zur Zeit keine Gesetzgebung zur Regelung des Einfrierens von menschlichen Körpern existiert. Diese Wissenschaft befinde sich noch in der Pionierphase, aber es sollte schnellstens eine Gesetzgebung entworfen werden, um rechtlichen Schutz für die wissenschaftliche Forschung geben zu können, sagte Sang.

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