Fußball-WM

Löw: „Wir nehmen unser Schicksal in die eigene Hand“

27.06.2018

Vor dem letzten WM-Vorrundenspiel gegen Südkorea am Mittwoch hat der deutsche Bundestrainer Joachim Löw sein Team dazu aufgerufen, Herr seines eigenen Schicksals zu sein.


 

Trotz des 2:1-Sieges gegen Schweden in letzter Sekunde könnte Deutschland erstmals seit 1938 den Einzug in die WM-Endrunde verpassen. Grund ist die Niederlage im Auftaktspiel gegen Mexiko.

 

Deutschland zieht sicher ins WM-Achtelfinale ein, wenn es mit mindestens zwei Toren Abstand gegen Südkorea gewinnt, welches Löw als schnell, beweglich und kontergefährlich beschreibt. „Ich weiß wirklich nicht genau, welche Siegchancen Südkorea hat, und unsere kenne ich auch nicht“, sagte Löw in der Kazan-Arena. „Doch wir müssen herausstellen was wir erreichen müssen. Wir müssen mit zwei Toren Vorsprung gewinnen, dann sind wir weiter. Wir müssen unser Schicksal in die eigene Hand nehmen.“

 

Obwohl Südkorea gegen Schweden und Mexiko verlor, haben alle Teams der Gruppe F rechnerisch noch eine Chance auf den Einzug ins Achtelfinale. Thomas Müller, der bei diesem Turnier bisher noch nicht überzeugen konnte, sei bereit, mehr Leistung zu bringen, sagte Löw: „Nach dem Spiel gegen Mexiko habe ich mit ihm länger gesprochen. Er ist ein sehr aufnahmefähiger Spieler. Er ist sehr selbstkritisch. Wer ihn kennt, weiß, dass er nach ein, zwei schlechteren Spielen positiv nach vorne schaut. Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns.“

 

„Die Stimmung nach dem Spiel gegen Mexiko war nicht gut. Da ist der Druck groß geworden. Nach dem Schweden-Spiel war es Freude pur und Erleichterung. Mit einem Punkt hätten wir nicht gut leben können. Aber es war auch nicht überdreht oder überhitzt“, so der Bundestrainer. „Ohne diesen Sieg wären wir in einer heiklen Lage gewesen. Es gab Erleichterung, aber keine Hysterie.“

 

Deutschland muss ohne den Bayern-Mittelfeldspieler Sebastian Rudy auskommen, der sich gegen Schweden die Nase gebrochen hat. Jerome Boateng ist wegen seines Feldverweises gesperrt. Boateng könne durch den Bayern-Verteidiger Mats Hummels ersetzt werden, sagte Löw. „Mats kann spielen. Er hat die letzten beiden Tage trainiert und kann in die Startelf.“


Bei so vielen Unwägbarkeiten werde Deutschland auch das zeitgleich stattfindende Spiel Schweden gegen Mexiko genau verfolgen. „Ich bin nicht derjenige, der unterschiedliche Szenarien vor dem Spiel durchspielt. Natürlich werden wir über den Spielstand des anderen Spiels informiert. Aber wir sollten Klarheit in unser eigenes Spiel bringen. Wir sollten alles daran setzen, es aus eigener Kraft zu schaffen.“

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Löw,WM,Deutschland,Südkorea