Positiver Einfluss auf die ganze Welt
Erster Jahrestag des Verbots der Einfuhr ausländischen Mülls Exklusiv
Vor einem Jahr führte China das Verbot für die Einfuhr ausländischen Mülls ein. Innerhalb diesen Jahres haben sich schon vielfältige positive Wirkungen sowohl in China als auch im Rest der Welt gezeigt.

Im Juli 2017 verabschiedete China das Verbot für die Einfuhr ausländischen Mülls. In der Folge breitete sich innerhalb der internationalen Gemeinschaft eine Panikstimmung aus: In den Medien war von „von Müll umrahmten Städten“ die Rede, auf internationalen Konferenzen wurde China von einigen Ländern kritisiert.
Der Grund für die Panik ist einfach: China war einst der weltweit größte Abfallimporteur. Im Jahr 2012 erreichten die von China importierten festen Abfälle einen Spitzenwert von rund 58,9 Millionen Tonnen. Trotz eines leichten Rückgangs in den Folgejahren lag der Wert 2017 immer noch bei 43,7 Millionen Tonnen. Zu diesem Zeitpunkt importierte China mehr als die Hälfte des weltweit exportierten Plastikmülls. Und dies sind nur die offiziellen Daten: Wenn man alle illegal importierten Abfälle berücksichtigt, wird die tatsächliche Zahl noch wesentlich größer sein.
Warum importierte China überhaupt ausländischen Müll?
Liu Jianguo, Professor an der Umweltfakultät der Tsinghua-Universität, glaubt, dass viele Menschen den Unterschied zwischen importiertem festen Abfall und ausländischen Abfällen verwechselt haben. In den frühen 1980er Jahren befand sich Chinas Wirtschaft noch in den Kinderschuhen, mit unzureichender Produktionskapazität und einem Mangel an verschiedenen Arten von Produktionsmaterialien. Unter diesen Umständen begann China mit der Einfuhr von festen Abfällen, was das Problem der unzureichenden Versorgung mit Rohstoffen etwas milderte. „Der ausländische Abfall im eigentlichen Sinne jedoch ist ein vom Staat verbotener Abfall, der zu jeder Zeit streng verboten sein sollte." Der Grund, warum ausländischer Müll überhaupt einmal nach China eingeführt werden konnte, ist letztlich einem wirtschaftliches Interesse geschuldet. Zum Beispiel kann eine Tonne Müll aus den USA, die 9 US-Dollar Wert ist, in China für mehr als 1000 Yuan (150 US-Dollar) an kleine Werkstätten weiter verkauft werden. Wenn es sich bei der Tonne Müll um Altpapier handelt, kann es sogar füretwa 2000 Yuan (300 US-Dollar) verkauft werden, bei Dosen für 4000 Yuan (600 US-Dollar) und bei Plastik sogar für 7000 Yuan (1050 US-Dollar).
In den Jahren 2005 und 2011 führte China sukzessive Maßnahmen zur Regulierung und Beschränkung der Einfuhr von festen Abfällen ein. Nach dem Verbot vom Juli vergangenen Jahres hat China am 19. April diesen Jahres den Status für 16 Arten fester Abfälle mit Effekt vom 31. Dezember diesen Jahres von „beschränkten Einfuhren" in „verbotene Einfuhren" umgewandelt. Bis Ende 2019 wird China auch keine festen Abfälle mehr importieren, die durch heimische Ressourcen ersetzt werden können.
Woher rührt diese neue Gesetzgebung? Zu aller erst ist die Müllentsorgung schädlich für die Umwelt. Liu Jianguo glaubt, dass einige Menschen die positiven Auswirkungen des Recyclings als Ersatz für Primärressourcen übertreiben: „Recycling verbraucht auch Ressourcen und Energie und verursacht Schadstoff- und Treibhausgasemissionen. Streng betrachtet haben recycelte Rohstoffe über den gesamten Lebenszyklus keinen Vorteil. Wenn dem so wäre, warum würden Industrieländer dann nicht eher die Qualität ihrer Recyclingsysteme verbessern anstatt ihren Abfall zu exportieren?“
Darüber hinaus verfügt eine beträchtliche Anzahl von heimischen Herstellern erneuerbarer Ressourcen über ein geringes Technologielevel und geringe Präventionsmaßnahmen für Umweltverschmutzung, was sich negativ auf die regionale Umwelt auswirkt. Nach Angaben des Ministeriums für Ökologie und Umwelt hat das Ministerium mit den zuständigen Abteilungen seit Juli letzten Jahres eine großflächige Überprüfung der sogenannten „Fünf Abfälle"- Recyclingindustrie vorgenommen. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Neustrukturierung von 194 Distributionszentren für die „Fünf Abfälle“. 18.000 Recyclingunternehmen wurden überprüft und über 8800 davon stillgelegt. Die Ergebnisse der Inspektoren zeigen, dass die chinesische Recyclingindustrie selbst auf einem sehr schlechten Niveau war. Außerdem handelt es sich bei einem beträchtlichen Teil der ausländischen Abfälle um überschüssige und rückständige Produktionskapazitäten, die beseitigt werden sollten.

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