In jedem jungen Unternehmensgründer steckt ein Jack Ma Exklusiv

10.07.2018

 Von Chen Meijie

Song Yilun

"Jack Ma hat von einer winzigen Mietwohnung aus sein Unternehmen gegründet und daraus Schritt für Schritt den heutigen Großkonzern Alibaba geschaffen. Wir junge Leute können den Aufstieg aus einfachen Verhältnissen auch schaffen, wenn wir immer weiterlernen, geschäftstüchtig sind und uns unser eigenes Stück vom Himmel 'gründen'". So Song Yilun, der junge Chef des Restaurants "Aicun", das sich auf koreanischen Reis mit Lachskaviar spezialisiert.

In den 40 Jahren chinesischer Reform- und Öffnungspolitik sind unzählige Studenten ins Ausland gegangen, um dort ihre Träume zu verfolgen. Laut Statistik des Bildungsministeriums sind in diesen 40 Jahren insgesamt mehr als fünf Millionen chinesische Studenten ins Ausland gegangen, von denen 83 Prozent, mehr als drei Millionen, nach dem Studium nach China zurückgekehrt sind. In den letzten Jahren wird es unter den "Heimkehrern" immer mehr zum Trend, sich selbständig zu machen. Song Yilun gehört auch zu dieser Gruppe.

Der Traum der Auslandsstudenten von der eigenen Firma

Schon während seines Studienaufenthaltes in Südkorea keimte bei Song Yilun der Wunsch auf, ein Unternehmen zu gründen. Damals war er Mitglied einer Vereinigung von Auslandsstudenten, die gerade eine Abteilung für Arbeitssuche und Unternehmensgründung eingerichtet hatte. Er gehörte zu deren ersten Mitgliedern dieser Abteilung. Im Interview mit uns erzählt Song Yilun:  "An der Uni habe ich Finanzwissenschaft studiert, ich hatte immer schon die Idee, ein Unternehmen zu gründen. Als ich später auf ein gutes Projekt gestoßen bin, bin ich ohne zu zögern nach China zurückgegangen."

Eine Portion vom koreanischen Reis mit Lachskaviar

Er sagt weiter: "In Südkorea habe ich eine Fernsehsendung mit dem Titel 'Good Insight' gesehen. In dieser Sendung kamen häufig Interviews vor, bei denen in chinesischen Städten wie Beijing, Shanghai oder Guangzhou junge Menschen interviewt wurden. Kim Nan-do, ein Professor für Konsumwissenschaften an der Universität Seoul, sagte in der Sendung, dass sich Chinesen weltweit die höchste Zahl an Misserfolgen bei der Unternehmensgründung tolerieren können, nämlich fast drei Male, während es bei Südkoreanern nur etwas mehr als ein Mal ist. Das bedeutet, ein Südkoreaner kann mit seiner Unternehmensgründung nur einmal scheitern, aber ein junger Chinese kann dreimal scheitern, erst nach dem dritten Mal fängt er an, sich etwas Anderes zu überlegen. Diese relativ lockere Umgebung ist für Unternehmensgründer auf jeden Fall ein Ansporn".

 Als wir darüber sprechen, wie der Wunsch aufkam, ein Unternehmen zu gründen, erzählt uns Song Yilun, dass Professor Kim Nan-do viele junge Chinesen mit diesem Wunsch interviewt hat und herausgefunden hat, dass alle von ihnen Jack Ma als ein großes Idol ansehen. Jack Ma und sein Team haben ihr Unternehmen in einer winzigen Mietwohnung gegründet. Viele junge Menschen, die ihn als Vorbild sehen, sind bereit, den Aufstieg aus einfachen Verhältnissen zu wagen, immer weiter zu lernen, geschäftstüchtig zu bleiben und sich ihr eigenes Stück vom Himmel "gründen". "Das hat mich sehr tief berührt und meinen Traum, zurück in China ein Unternehmen zu gründen, bestärkt".

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Heimkehrer,Unternehmensgründer,Reform- und Öffnungspolitik