Enorme Entwicklung der BRICS-Staaten in den vergangenen zehn Jahren

24.07.2018

BRICS ist ein Akronym für die Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Die Vereinigung aufstrebender Volkswirtschaften hat viel zur Beeinflussung der Weltwirtschaft und der Geopolitik beigetragen.



Jim O'Neill, der Ökonom, der den BRICS-Begriff prägte, sagte, dass die Vereinigung besser abgeschnitten habe, als selbst er erwartet hatte.

Paulo Nogueira Batista Junior, Vizepräsident der Neuen Entwicklungsbank, bezeichnete den BRICS-Mechanismus in den vergangenen zehn Jahren als „funktionstüchtig“.

Bilanz
Die Gruppe hat seit ihrer ersten Sitzung im Jahr 2009 aufgrund der globalen Finanzkrise einen langen Weg zurückgelegt – und dies ohne Südafrika, das erst 2010 beigetreten ist.

Um ihre internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit zu institutionalisieren, gründeten die fünf Länder im Jahr 2014 die Neue Entwicklungsbank und das Contingent Reserve Arrangement, eine Vereinbarung zur Gründung einer Organisation, die einen Reservefonds der BRICS-Staaten verwaltet.

Im vergangenen Jahr stimmte die Vereinigung in Xiamen zu, sich erneut einem zweiten „goldenen Jahrzehnt“ der Partnerschaft zu widmen, die auf Prinzipien und Bestrebungen basiert und welche sie vor einem Jahrzehnt ursprünglich miteinander verbunden hatte.

Höhepunkte
Die Gründung der Neuen Entwicklungsbank sei dabei „eine der Errungenschaften der BRICS“ gewesen, sagte Lerato Mataboge, Südafrikas Generaldirektor im Ministerium für Handel und Industrie, zuständig für Handel und Investitionen.

Gegründet von den BRICS-Mitgliedsstaaten im Jahr 2014, wurde die Neue Entwicklungsbank im Juli 2015 in Shanghai eröffnet und nahm zu Beginn des Jahres 2016 ihren Dienst auf.

„Die Nationale Entwicklungsbank hat seit dem Start ihrer Geschäftstätigkeit in Shanghai bedeutende Fortschritte erzielt“, sagte Batista Junior. „Die Bank hat elf Projekte genehmigt, von denen die meisten für eine nachhaltige Infrastrukturentwicklung bestimmt sind.“

Insgesamt verwaltete die Bank 23 Projekte, die sich in den verschiedenen Phasen der Vorbereitung für die Jahre 2017 bis 2018 befinden, mit einem Gesamtkreditvolumen von sechs Milliarden US-Dollar (5,1 Milliarden Euro).

Der Chef der Neuen Entwicklungsbank, K. V. Kamath, gab im Mai bekannt, dass die Bank Projekte im Wert von 1,7 Milliarden US-Dollar (1,4 Milliarden Euro) bewilligt habe, und das Ziel für das ganze Jahr bei zwischen vier und 4,5 Milliarden US-Dollar (3,4 und 3,8 Milliarden Euro) liege. Dies ist mehr als die 3,4 Milliarden US-Dollar (2,9 Milliarden Euro), welche die Bank seit ihrer Gründung für Projekte genehmigt hat.

Ein weiterer wirtschaftlicher Gewinn
Weiterhin haben die BRICS-Länder bedeutende Fortschritte bei der finanziellen Integration ihrer Mitglieder erzielt.

Wang Jianzhou, Chinas Generalkonsul in Durban, sagte, die BRICS-Staaten hätten Millionen von Menschen in den fünf Mitgliedstaaten konkrete Vorteile gebracht.

„In den vergangenen zehn Jahren ist das Bruttoinlandsprodukt der BRICS-Staaten um 179 Prozent gewachsen, der Handel um 94 Prozent“, sagte er in einer Podiumsdiskussion beim 10. Runden Tisch der BRICS-Staaten in Durban.

Die Rate des Wirtschaftswachstums in der Vereinigung lag weit über dem Weltdurchschnitt – und übertraf die Erwartungen vieler, sagte Jeremy Stevens, Ökonom bei der South African Standard Bank, auf einem BRICS-Wirtschaftsforum in Beijing. Von 2008 bis 2017 lag die durchschnittliche Wachstumsrate weltweit bei rund einem Prozent, in den BRICS-Staaten jedoch bei acht Prozent.

Dieser Optimismus wurde durch Statistiken des chinesischen Handelsministeriums gestützt, die zeigten, dass die BRICS-Staaten in den vergangenen zehn Jahren ihren Anteil am globalen ökonomischen Wert von 12 auf 23 Prozent erhöht haben.

„Ihr Handelsvolumen stieg von elf Prozent auf 16 Prozent des weltweiten Handelsvolumens und trug die Hälfte des weltweiten Wachstums bei“, sagte er. 

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: BRICS, Russland, China, Indien