Bedrohte Tierart
Fischereiexperte: Schwertstör könnte ausgestorben sein
Der Schwertstör ist eine besonders seltene Fischgattung, die ausschließlich im Jangtse vorkommt. Nun befürchten Wissenschaftler, das Tier könnte bereits ausgestorben sein. Durch reproduktive Verfahren hatten die Forscher bis zuletzt für den Erhalt der Art gekämpft.

Expertenmeinungen zufolge könnte der Schwertstör ausgestorben sein, eine bedrohte Fischgattung, die ausschließlich im Jangtse vorkommt. „Es ist wahrscheinlich, aber Experten prüfen dies noch“, sagte Wei Qiwei, der leitende Wissenschaftler an der Chinesischen Akademie der Fischerei am Sonntag dem chinesischen Onlinemedium ThePaper.cn.
Der Fisch sei seit dem Jahr 2003 nicht mehr in freier Wildbahn gesehen worden und es gebe auch keine künstlich gezüchteten Exemplare, sagte Wei in Wuhan auf einem Forum zum Schutz biologischer Ressourcen im Jangtse.
Der Schwertstör ist einer der größten Süßwasserfische der Welt. Er kann bis zu sieben Meter lang werden und ist in China endemisch. Dort steht er unter nationalem Schutz der ersten Stufe. Die Vorfahren des Schwertstörs gehen zurück auf die Kreidezeit vor mehr als 100 Millionen Jahren. Wegen seiner Seltenheit wird er auch als Riesenpanda der Flüsse bezeichnet.
Seit Mitte des letzten Jahrhunderts ist die Population aufgrund von Überfischung, Habitatverkleinerung und Umweltverschmutzung rapide gesunken. Der Bau des Gezhouba-Staudamms am Jangtse im Jahr 1981 habe zudem ein Hindernis für den Fisch dargestellt und zu seinem starken Rückgang beigetragen, sagte Wei.
Um die Art zu retten, experimentierte ein von Wei geleitetes Forschungsteam mit modernen Reproduktionsmethoden, z. B. der Verwendung von Surrogaten, um die Fische in Gefangenschaft aufzuziehen. Andere Techniken umfassen das Konservieren von genetischem Material und das Klonen. Das Team hat auch die DNA-Sequenzierung des Schwertstörs abgeschlossen und erforscht nun die Daten.

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