US-Handelsstreit
Chinas inländische Produkte werden wettbewerbsfähiger
Führende chinesische Unternehmen und eine steigende Zahl von Verbrauchern haben in jüngster Zeit in einem langwierigen Handelsstreit mit den USA eine stärkere Unterstützung für „Made in China" -Produkte gezeigt. Analysten schätzen, dass dies einen stärkeren Binnenmarkt schaffen könne, der die Nebenwirkungen aus dem Handelskampf abfedern und Impulse für das Wirtschaftswachstum geben könnte.

Alibaba hat am Mittwoch einen Plan mit dem Namen „Neues chinesisches Produkt" vorgestellt, der auf die Schaffung von 200 einheimischen Marken abzielt, deren Jahresumsatz eine Milliarde Yuan (147,01 Millionen US-Dollar) überschreiten könnte, und der weiteren 200 bekannten chinesischen Marken helfen soll, in den nächsten Jahren einen Jahresumsatz von über 100 Millionen Yuan (14,7 Millionen US-Dollar) zu erzielen.
Der Plan wird auch die digitale Aufrüstung von 1000 Industrieclustern in ganz China unterstützen und 700.000 chinesischen Unternehmen helfen, ihre Produkte im Ausland zu verkaufen, so eine am Donnerstag an die Global Times gesendete Erklärung von Alibaba.
„Chinas Marken läuten eine Ära explosiven Wachstums ein, da sich das Bruttoinlandsprodukt Pro-Kopf in China 10.000 US-Dollar nähert ... ‚Made in China‘ und ‚Chinesische Produkte‘ werden in ‚Create in China‘ und ‚Chinesische Marken’ umgewandelt, wie der Beamte des chinesischen Handelsministerium Cai Yudong in der Erklärung zitiert wird.
Der Plan von Alibaba steht im Einklang mit dem Thema des chinesischen Markentags, der für Chinas einheimische Produkte wirbt und diese feiert. Die vom chinesischen Staatsrat genehmigte Veranstaltung findet am heutigen Freitag statt.
Die Kampagne zur Unterstützung einheimischer Produkte, die zu einer Zeit kommt, da der Handelskrieg zwischen China und den USA durch die Androhung neuer Zölle durch die USA plötzlich erneut eskaliert, löste eine weitverbreitete patriotische Stimmung und eine Abneigung gegen US-Produkte auf Chinas Social-Media-Plattformen aus.
Angesichts der zunehmenden Wut über die US-Zölle könnten chinesische Verbraucher auch US-Marken wie Apple, Starbucks, Tesla, General Motors, Ford, Hewlett-Packard, Dell und den Maschinenhersteller Caterpillar boykottieren.
Branchenbeobachter sagten, dass der Trend zu einheimischen Marken angesichts der zunehmenden Handelsspannungen eine Schlüsselrolle bei der Verringerung der Abhängigkeit des Landes von Exporten spielen werde.
„Chinas verarbeitende Industrie stützte sich früher stark auf einzelne Auslandsmärkte wie die USA. Angesichts der robusten Nachfrage im Inland könnten chinesische Hersteller auf den Inlandsmarkt blicken, um Gewinne zu erzielen, anstatt in den Wolken des US-Handelsstreits ums Überleben zu kämpfen", erklärte Wang Jun, stellvertretender Direktor der Informationsabteilung des China Center for International Economic Exchanges, am Donnerstag gegenüber der Global Times.
Der Boom hochwertiger Produkte und Dienstleistungen könnte auch Chinas Konsumsteigerung vorantreiben und das Potenzial des Verbrauchermarktes weiter ausschöpfen, so Wang. „Der Konsum ist Chinas größter Verhandlungsfaktor und die größte Vertrauensquelle hinsichtlich des Überstehens eines andauernden Handelskrieges mit den USA", fügte er hinzu.
Während der zunehmende Patriotismus eine Motivation für den wachsenden Appetit auf lokale Produkte sein könnte, gaben die Verbraucher an, dass die zunehmende Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Produkte gegenüber etablierten ausländischen Marken - sowohl in Bezug auf die Qualität als auch auf den Preis - ihre Entscheidung stärker beeinflusse.
Im Jahr 2018 lag die Wachstumsrate der Verkäufe chinesischer Produkte auf der Online-E-Commerce-Plattform JD.com um 14 Prozent über derjenigen ausländischer Marken, wie aus einer Erklärung auf dem WeChat-Konto von JD.com hervorgeht.

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