Nach Schlagabtausch im Internet

Chinesische und amerikanische Top-Moderatoren wollen diskutieren

29.05.2019

Nach einem Schlagabtausch über den amerikanisch-chinesischen Handelskonflikt treffen sich die chinesische CGTV-Moderatorin Liu Xin und ihre Kollegin Trish Regan von Fox News zum Rededuell im Fernsehen.



Liu Xin, eine Hauptfigur im China Global Television Network, und Trish Regan, eine frühere CNBC-Geschäftskorrespondentin, die jetzt ihre eigene Show im Fox Business Network moderiert, werden am Mittwochabend über Zölle und Technologie sprechen. Die Sendung wird in China und den Vereinigten Staaten gesendet. Die Debatte wird über Satellit übertragen, denn Liu moderiert im CGTV-Studio in Beijing und Regan in der Fox-Zentrale in New York.


Die Debattenidee entstand, nachdem die beiden Moderatorinnen Anfang dieses Monats aufeinandergeprallt waren. Regan hatte gesagt, Beijing stehle geistiges Eigentum im Wert von 600 Milliarden US-Dollar pro Jahr, was die Zölle der Trump-Regierung ausgelöst habe.


Am 22. Mai berichtete Liu in ihrem eigenen Programm The Point With Liu Xin, einem der Top-Produktionen des englischsprachigen CGTV-Senders, dass die Summe von 600 Milliarden Dollar die Schätzung einer gemeinnützigen Organisation sei, die nicht überprüft werden könne. Liu bezog sich damit auf mögliche Verluste der USA innerhalb eines Jahres, die durch Verletzung geistigen Eigentums verursacht werde, berichtete die China Daily.


Regans Position hätte viele Emotionen aber wenig Substanz. Darauf entgegneten Regan auf Twitter: „Hey #Chinesisches Staatsfernsehen – Lass uns eine EHRLICHE Debatte über #trade führen. Du beschuldigst mich, emotional zu sein und meine Fakten nicht zu kennen – falsch! Du nennst Zeit und Ort und ich werde da sein!“

Liu nahm die Herausforderung an und schrieb auf Twitter: „Mein Name ist nicht #Chinesisches Staatsfernsehen. Ich bin LIU Xin und bitte, nenne mich Xin. ... Aber ich möchte kein Schlammcatchen spielen, wenn es das ist, was Du willst.“


Die anstehende Debatte hat in China großes Interesse ausgelöst und die verwendeten Hashtags erhielten mehr als 150 Millionen Aufrufe auf Weibo.


Eunice Yoon, Chefin des Beijinger Büros und Moderatorin von Inside China bei CNBC International, twitterte an Regan, dass 120 Millionen Menschen einen chinesischen Hashtag angesehen hätten, den sie übersetzt hatte: „Fox News-Moderatorin fordert Debatte, nachdem sie von CCTV beschuldigt wurde, emotional zu sein.“


Yoon war zufällig Klassenkameradin von Regan an der Phillips Exeter Academy, einer Vorbereitungsschule in New Hampshire. „Angesichts der Reaktionen im Internet ist es für uns wichtig, eine aussagekräftige Debatte zu führen, um zu versuchen, einander besser zu verstehen. Ich schätze die Gelegenheit“, schrieb Liu am 24. Mai.


Liu arbeitet seit 1997 bei CCTV, nachdem sie Anglistik an der Universität-Nanjing abgeschlossen hatte. Ein Video von Liu, die 1996 in London an einem internationalen englischen Sprachwettbewerb teilnahm, wurde über chinesische soziale Medien gesendet, berichtete die amerikanische Website qz.com.


„Während die westliche Welt Liu als eine unverfrorene Verfechterin von Chinas Agenda ansieht, betrachten viele Chinesen sie als eine nationale Heldin, die ihr Land gegen feindliche ausländischen Einflüsse verteidigt“, berichtete Newsweek.


Am Montag twitterte Regan: „Ich freue mich darauf, Frau Liu zu empfangen – in einer ERSTEN Handelsdebatte - LIVE aus Beijing und New York.“

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: CGTV,Liu Xin,Trish Regan,Fox News