Kommentar: China Status quo als Entwicklungsland ist nicht zu ändern

29.07.2019

Das Weiße Haus hat vor kurzem Maßnahmen zur Gewährleistung der Reform des Status quo der Entwicklungsmitglieder der Welthandelsorganisation (WTO) gefordert. Sollten innerhalb von 90 Tagen keine wesentlichen Fortschritte erzielt werden, seien Alleingänge der USA nicht auszuschließen.

Das Prinzip „spezifische und differenzierte Behandlung der Entwicklungsmitglieder der WTO" ist eine wichtige Grundlage des globalen Handelssystems. 


DamitsolleinekontinuierlicheWirtschaftsentwicklungdieserLändergewährleistetwerden.


Doch dieses grundlegende WTO-Prinzip ist den USA ein Dorn im Auge. Aus amerikanischer Sicht ist es nur für Länder mit schnellem Wachstum von Vorteil, während die USA dadurch nur benachteiligt würden. Nachdem China 2010 zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt wurde, ist die Stimme in den USA laut geworden, China den Status quo als Entwicklungsland zu entziehen.


Bei der Beurteilung eines Staates als Entwicklungsland soll anstatt eines einzelnen Indexes eine Reihe von Planziffern, darunter die gesamte Wirtschaftsleistung, das Pro-Kopf-BIP, die industrielle Struktur und das Einkommen der Staatsbürger umfassend berücksichtigt werden. China hat eine Bevölkerungszahl von etwa 1,4 Milliarden. Dies führt dazu, dass der durchschnittliche Wert der chinesischen Wirtschaft, egal mit welchem Index berechnet wird, weit unter dem Weltdurchschnitt liegt. Beispielhaft beläuft sich das durchschnittliche BIP Chinas auf nur weniger als 10.000 US-Dollar, was nur weniger als einen Sechstel des Wertes der USA ausmacht.


Der Aufstieg der aufstrebenden Märkte und Entwicklungsländer und deren zunehmende Beiträge für die globale Verwaltung widersprechen ihrem Status quo als WTO-Mitglieder nicht. Aufgrund der chinesischen Seidenstraßen-Initiative vertreten die USA die Ansicht, dass China bereits die Stärke eines entwickelten Landes besitze. Diese Aussage entbehrt jeder Logik. Damit versuchen die USA nur, der Volksrepublik die ihr zustehenden Rechte zu entziehen sowie sich über deren Interessen hinwegzusetzen.


Diesen Artikel DruckenMerkenSendenFeedback

Quelle: CRI

Schlagworte: Entwicklungsmitglieder,Welthandelsorganisation,USA