Einige Internet-Firmen sehen Schweine-Himmel am Schweinefleischmarkt

17.09.2019

Ferkel werden auf einer modernen Schweinefarm in Peking in Pferchen gehalten - Aufnahme vom 30. April 2018. [Foto von Wu Bo/For China Daily]

 

Das Angebot und die Preise für Schweinefleisch haben in den letzten Wochen in China viel Aufmerksamkeit bekommen. Das liegt vor allem an der Afrikanischen Schweinegrippe. Die Lokalverwaltungen haben Maßnahmen vorgestellt, um die Preise zu stabilisieren und zur Aufzucht von Schweinen zu ermutigen. China ist der weltweit größte Produzent und Konsument von Schweinefleisch, das Land produziert die Hälfte des weltweiten Bedarfs insgesamt. Über die vergangenen zehn Jahre haben die chinesischen Schweinebauern mehr als 650 Millionen Scheine aufgezogen, wobei der jährliche Konsum von Schweinefleisch bei 50 Millionen Tonnen liegt. Statistiken zeigten, das der Wert des Marktes in Zusammenhang mit Schweinen auf bis zu 3 Billionen Yuan geschätzt wird. Das umfasst 1,4 Billionen Yuan, die direkt von der Schweinefleisch-Industrie kommen, wie der Nachrichtendienst Futures Daily berichtete. Schweinefleisch ist in den meisten Teilen Chinas das am häufigsten konsumierte Fleischprodukt.

 

Angesichts des riesigen Marktes und der hohen Wertschöpfung sind auch einige Internet-Unternehmen dem Trend gefolgt. NetEase hat damit begonnen, vor ungefähr zehn Jahren organische, GVO (genetisch veränderte Organismen)-freie schwarze Schweine aufzuziehen. Im Jahr 2015 servierte NetEase CEO Ding Lei das Fleisch einer Gruppe von Internet-Geschäftsführern, woraufhin das Schweinefleisch zu einem Online-Hit wurde. Im November 2016 wurde ein schwarzes Schwein von NetEase Weiyang - dem landwirtschaftlichen Arm von  NetEase - für 270.000 Yuan versteigert. Danach wurde das Schweinefleisch formal an Yanxuan und Kaola verkauft, die E-Kommerz Marken von NetEase. Das Preis lag bei 48 Yuan für 0,5 Kilogramm. Es wurden in Folge auch physische Geschäfte eröffnet.

 

NetEase Weiyang erhielt im April 2017 in einer ersten Finanzierungsrunde 160 Millionen Yuan, angeführt von Meituan Dianping und Sinovation Ventures. Als nächsten Schritt hat das Unternehmen einen Plan angekündigt, eine 3.400 Mu (226,66 Hektar) große Schweinefarm im Bezirk Gaoan der Provinz Jiangxi zu errichten. Im letzten März hat Aliyun, Alibabas Unterfirma für Cloud Computing einen Plan angekündigt, Technologie mit Künstlicher Intelligenz in die Schweinezucht zu integrieren. Bis jetzt hat Aliyun hunderte Millionen Yuan in das Projekt investiert. Es sagte voraus, dass die Anzahl der gezüchteten Schweine bis zum Jahr 2020 auf 10 Millionen ansteigen soll.


Der chinesische E-Kommerz Gigant JD hat ebenfalls landwirtschaftliche Pläne und hat im letzten November eine Einheit für Tierhaltung vorgestellt. Dabei soll Gesichtserkennung für Schweine in die Schweinezucht integriert werden. Diese Hochtechnologie kann verschiedene Schweine nach ihren Gesichtern identifizieren, sie beobachten und ihr Gewicht sowie den Gesundheitszustand aufzeichnen. Allerdings sind die smarten Schweine von Aliyun und JD noch nicht bereit, um für den Markt geschlachtet zu werden. Im Rahmen des High-Tech-Schweinezuchtprojekts könnten die Risiken von Schweinen, die mit Afrikanischer Schweinepest infiziert sind, unter Kontrolle gehalten und die Kosten in Zukunft gesenkt werden.Wang Ying, ein Analyst an der Firma Hua Chuang Securities sagte, dass die Preise für Schweinefleisch in China kurzfristig ansteigen könnten, seitdem im August des letzten Jahres die Afrikanische Schweinepest im Land ausgebrochen ist. Mittelfristig soll der Durchschnittspreis für Schweinefleisch auf 30 Yuan pro Kilogramm anwachsen. 


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Schweinefleisch,China,Angebot,Preise,Schweinegrippe