China nimmt Einfuhr von kanadischem Rind- und Schweinefleisch wieder auf
Am Dienstag hat der kanadische Premierminister Justin Trudeau angekündigt, dass China zugestimmt habe, nach einer fünfmonatigen Unterbrechung den Import kanadischen Rind- und Schweinefleisches wieder aufzunehmen.

China nimmt nach einer fünfmonatigen Unterbrechung den Import kanadischen Rind- und Schweinefleisches wieder auf.
"Gute Nachrichten für Kanadas Landwirte: China nimmt Import von kanadischem Rind- und Schweinefleisch wieder auf," twitterte Trudeau. Nachdem in kanadischem Fleisch Ractopamine, ein Zusatzstoff bei Tierfutter, nachgewiesen wurde und Unregelmäßigkeiten bei den Einfuhrdokumenten aufgetreten waren, hatte China am 25. Juni ein Importverbot für Fleisch und Fleischwaren aus Kanada verhängt.
Am Mittwoch bestätigte der Sprecher des Außenministeriums, Geng Shuang, dass China das Importverbot aufgehoben habe. Kanada habe zugesichert, bei der Erteilung von Ausfuhrzertifikaten sorgfältiger vorzugehen. Die durchgeführten Verbesserungen würden nun den nationalen Gesundheitsstandards Chinas entsprechen.
Charlie Christie, Vorsitzender des Verbandes der Rinderzüchter der kanadischen Provinz Alberta, sagte, dass er davon ausgehe, dass die Wiederaufnahme der Exporte nach China "unmittelbar auf den Markt einwirkt". Auf dem Kälbermarkt hätte es in diesem Herbst nur einen "schleppenden Absatz" gegeben. Die Nachricht werde "positive Auswirkungen für die ganze Fleischindustrie haben".
Der Präsident und Geschäftsführer des Canadian Meat Council, Christopher White, sagte, dass Vertreter der kanadischen Fleischindustrie demnächst nach China reisen würden. Sie sollen dort Kontakt zu Behörden an allen Seehäfen aufnehmen, über die kanadisches Fleisch ins Land gelangt.
Festlandchina ist nach den USA, Japan, Hongkong und Mexiko der fünftgrößte Importeur von kanadischem Rindfleisch. Nach Angaben der kanadischen Regierung gelangte im Jahre 2018 kanadisches Schweinefleisch im Wert von mehr als 500 Millionen nach China. Im selben Zeitraum wurde Reindfleisch im Wert von fast 100 Millionen US-Dollar von Kanada nach China eingeführt.
Kanadas Generalgouverneurin Julie Payette sagte, dass Ottawa und Beijing das 50. Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen im kommenden Jahr dazu nutzen könnten, um "die Kluft zwischen beiden Ländern zu überbrücken".
Geng sagte, dass China keine Verantwortung für die gegenwärtigen Probleme in den sino-kanadischen Beziehungen trage. Er rief die kanadische Regierung zur sofortigen Freilassung der Finanzchefin des Huawei-Konzerns, Meng Wanzhou, auf, damit diese sicher nach China zurückkehren könne. Kanada solle praktische Schritte einleiten, um die bilateralen Beziehungen so rasch wie möglich wieder auf das rechte Gleis zu setzen.












c2ae927d-558e-437d-a7e7-8ec120841651.jpg)