Wuhan kehrt zur Normalität zurück

16.04.2020

Das am 13. April 2020 aufgenommene Foto zeigt eine Nachtansicht der Stadt Wuhan in der zentralchinesischen Provinz Hubei. (Foto/Xinhua)  

 

Nachdem Wuhan 76 Tage lang abgeriegelt war, nimmt die Stadt allmählich wieder den Produktions- und Baubetrieb auf, wobei vor allem Zweigstellen von zentral verwalteten Staatsunternehmen die „Schnelltaste“ drücken, wie China Youth Daily berichtete.

 

Der Stromverbrauch, ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Aktivität, ist ein gutes Symbol für die aktuelle Wiederbelebung der Wirtschaft Wuhans. Zwischen dem diesjährigen Frühlingsfest und Mitte März war der Stromverbrauch Wuhans im Vergleich zum Vorjahr um fast 40 Prozent gesunken. Jetzt, mit der Wiederaufnahme der Produktion und des öffentlichen Verkehrs, ist der Stromverbrauch in der Stadt wieder angestiegen.

 

Vom 22. März bis zum 10. April stieg die tägliche Höchstbelastung des Stromnetzes von 4,34 Millionen Kilowatt auf 5,59 Millionen Kilowatt, mit einer täglichen Wachstumsrate von 3,4 Prozent.

 

Die Firma State Grid Wuhan erstellte einen Plan, um sichere und geordnete Bedingungen für die Stromnutzung zu schaffen. Für kleine und mittlere Unternehmen, die besonders hart von der Epidemie getroffen wurden, bietet das Unternehmen günstigere Tarife an, um ihnen bei der Senkung der Stromkosten zu helfen.

 

Shi Yihui, stellvertretender Direktor des Zentrums für Stromversorgung und -kontrolle bei State Grid, sagte voraus, dass der Stromverbrauch in Wuhan bis Ende April 6,2 Millionen Kilowatt erreichen würde. Das entspräche 90 Prozent des Niveaus zum selben Zeitpunkt im Vorjahr.

 

Neben dem Stromverbrauch wurde in der Stadt auch der Bau der „neuen Infrastruktur" beschleunigt. Im Jahr 2019 stellte Wuhan einen Plan zur Errichtung von 15.000 5G-Basisstationen im Jahr 2020 vor. Die Firma China Tower Wuhan ist für den Bau der Makrozellen-Stationen verantwortlich. Bereits am 23. März nahm das Unternehmen seine Produktion wieder auf - zwei Wochen früher als andere Unternehmen.

 

Aufgrund des COVID-19-Ausbruchs konnten die Mitarbeiter keine Untersuchungen vor Ort durchführen, und die Konstruktionsliste der 5G-Basisstationen konnte erst Ende März fertiggestellt werden. Dies hat ihren Arbeitsplan in Aspekten wie Materialbeschaffung und Bauvorkehrungen natürlich zu einem gewissen Grad beeinträchtigt.

 

Während der vom Virus erzwungenen Pause schloss das Unternehmen jedoch den Bau und Umbau von 5G-Basisstationen für 96 Notfalleinrichtungen ab, darunter das Huoshenshan-Krankenhaus, das Leishenshan-Krankenhaus und einige provisorische Krankenhäuser, in denen Ärzte CT-Bildübertragungen oder Telemedizin (Diagnostik und Therapie unter Überbrückung einer räumlichen oder auch zeitlichen Distanz zwischen Arzt und Patienten) mit Hilfe von 5G-Technologien durchführen konnten.

 

Nachdem der 5G-Netzaufbau in das nationale „neue Infrastruktur"-Projekt aufgenommen worden war, stellte die Stadtregierung von Wuhan einen neuen Plan vor, der China Tower Wuhan und mehrere Unternehmen verpflichtete, in der ersten Hälfte dieses Jahres 15.000 Stützpunkte fertigzustellen.

 

Am 8. April hob Wuhan die monatelange Abriegelung auf, die nach dem Virus-Ausbruch verhängt worden war. Seitdem das Unternehmen die Produktion vollständig wieder aufgenommen hat, wurden bereits 1327 5G-Projekte begonnen.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Staatsunternehmen,Wuhan,Normalität