Gesundheitsbehörde

Umgang mit asymptomatischen Coronavirus-Fällen sehr effektiv

16.04.2020

Die Maßnahmen zur Behandlung asymptomatischer Coronavirus-Fälle in China haben sich als wirksam erwiesen. Dies sagte ein Beamter der obersten chinesischen Gesundheitsbehörde am Mittwoch.

 

 

China hat die Erkennung, Meldung und Behandlung asymptomatischer, mit COVID-19 infizierter Patienten verstärkt. Dies sagte He Qinghua, ein Beamter der Nationalen Gesundheitskommission, auf einer Pressekonferenz.

 

Asymptomatische Fälle beziehen sich auf Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, aber keine Symptome wie Fieber, Husten oder Halsschmerzen entwickeln. Dennoch sind diese Fälle infektiös und stellen ein Risiko für die Übertragung des Virus auf andere dar.

 

Medizinische Einrichtungen im ganzen Land wurden angewiesen, die Infektion innerhalb von zwei Stunden nach Feststellung eines asymptomatischen Falles zu melden. Zudem sollte eine epidemiologische Untersuchung des jeweiligen Falles innerhalb von 24 Stunden abgeschlossen werden, erklärte He und betonte, dass China seit Ende Januar asymptomatische Coronavirus-Träger als eines der wichtigsten Ziele für die epidemiologische Überwachung ausgewählt hat.

 

Asymptomatische Träger des Virus werden 14 Tage lang unter konzentrierte medizinische Beobachtung gestellt und können erst nach zwei aufeinanderfolgenden negativen Nukleinsäure-Testergebnissen aus der Quarantäne entlassen werden, gefolgt von weiteren 14 Tagen ärztlicher Beobachtung und Folgeuntersuchungen, so He.

 

Darüber hinaus hat China auch das Screening asymptomatischer Coronavirus-Fälle intensiviert und auf enge Kontakte von bestätigten COVID-19-Patienten und asymptomatischen Personen ausgedehnt sowie die Überwachung von Schlüsselbereichen und Personen mit hohem Infektionsrisiko verstärkt.

 

Asymptomatische Infektionsfälle wurden hauptsächlich bei engen Kontakten mit bestätigten oder verdächtigen Patienten, bei Personen, die Infektions-Clustern oder anderen Infektionsquellen ausgesetzt sind, bei Einreisenden aus Gebieten mit hohem Infektionsrisiko sowie Personen, die in epidemiologische Untersuchungen einbezogen sind, festgestellt, sagte der Beamte.

 

Seit dem 1. April hat China damit begonnen, Informationen über asymptomatische Fälle in seinen epidemiologischen Tagesbericht aufzunehmen und rechtzeitig auf mit verschiedenen Mitteln auf Bedenken und Ängste in der Bevölkerung zu reagieren und gleichzeitig eine gute Kommunikation mit der Weltgesundheitsorganisation aufrechtzuerhalten.

 

In China wurden auch seroepidemiologische Untersuchungen asymptomatischer Fälle durchgeführt, um die Übertragungseigenschaften, die epidemiologischen Merkmale und den pathogenen Pfad des Virus besser zu verstehen und so das Ansteckungsrisiko zu verringern.

 

Bis Dienstag wurden auf dem Festland insgesamt 6.764 asymptomatische Fälle einer COVID-19-Infektion gemeldet, darunter 588 importierte Fälle.

 

Insgesamt 1.297 asymptomatische Fälle, von denen 251 eingeschleppt wurden, wurden als bestätigte Fälle neu kategorisiert, während 4.444 Fälle, darunter 109 eingeschleppte, aus der medizinischen Beobachtung entlassen wurden.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Coronavirus,COVID-19,Pandemie