Weltfriedensforum 2020

Chinesisch-amerikanische Beziehungen müssen sich wieder erholen

20.06.2020


Der 17. Juni markierte den zweiten Tag des Weltfriedensforums (World Peace Forum), das dieses Jahr wegen COVID-19 erstmals als Videokonferenz durchgeführt wurde. Ehemalige Politiker und Experten aus verschiedenen Ländern diskutierten dabei wichtige Themen wie zum Beispiel die Gestaltung der chinesisch-amerikanischen Beziehungen in der Zeit nach der Pandemie oder die Sicherheit im asiatisch-pazifischen Raum. Die Konferenz wurde gemeinsam von Fu Ying, Direktor des Forschungszentrums für Strategie und Sicherheit an der Tsinghua-Universität, und Yan Xuetong, Dekan des Instituts für Internationale Beziehungen der Tsinghua-Universität, moderiert.


Ehemaliger IWF-Vizepräsident: Kein Impfstoff ohne internationale Zusammenarbeit


Aktuell steht die Erforschung und Entwicklung eines Impfstoffes gegen das neuartige Coronavirus weltweit im Zentrum des gemeinsamen Interesses. 


Zhu Min, ehemaliger Vizepräsident des Internationalen Währungsfonds (IWF), vertritt die Ansicht, dass die Entwicklung eines Impfstoffes untrennbar mit der internationalen Zusammenarbeit zusammenhängt: „In China schreitet die Forschung und Entwicklung eines Impfstoffes sehr schnell voran, und das Land ist auch bereit, international zusammenzuarbeiten. Um den Impfstoff so schnell wie möglich entwickeln zu können, sollten China und die USA Unternehmen auf beiden Seiten dazu ermutigen, ihre Zusammenarbeit und die gemeinsame Forschung und Entwicklung zu stärken.“


Zhu fuhr fort: „Wie China vorgeschlagen hat, sollte der COVID-19-Impfstoff als globales öffentliches Gut behandelt werden und den Bedürftigen zur Verfügung gestellt werden. Der Verteilungsprozess des Impfstoffes ist deshalb sehr wichtig. Es (der Verteilungsmechanismus) braucht dafür einen klaren Prozess in der internationalen Zusammenarbeit, um die transnationale Versendung der medizinischen Mittel einfacher zu gestalten.“


Auch aus wirtschaftlicher Sicht sei es enorm wichtig, die Zusammenarbeit zu stärken, wie Zhu aufzeigte: „Die aktuelle wirtschaftliche Situation stimmt nicht optimistisch. Ein Neustart der Wirtschaft erfordert die freie Bewegung von Personal und Waren, komplette Lieferketten und einen Technologie-Austausch. Dies wiederum erfordert eine stärkere globale Zusammenarbeit. Sowohl China als auch die USA müssen eine führende Rolle spielen, denn ansonsten wird eine echte Produktions- und Arbeitswiederaufnahme unmöglich sein."

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: China,USA,Weltfriedensforum,COVID-19