Meinung

USA verschärfen Kalten Krieg durch Schließung des chinesischen Konsulats in Houston

23.07.2020

Die USA haben China dazu aufgefordert, innerhalb von 72 Stunden das chinesische Generalkonsulat in Houston im amerikanischen Bundesstaat Texas zu schließen. Sind die USA auf allen Gebieten, von der Hochtechnologie über die Medien bis hinzur Diplomatie darauf aus, die bilateralen Beziehungen in einen neuen Kalten Krieg zuführen? Die Global Times sprach mit Wu Xinbo, Vorstand des Instituts für internationale Studien der Fudan-Universität, über das Thema.



Wu geht davon aus, dass dieser Schritt dazu dienen solle, Druck auf China auszuüben, mehr amerikanische Diplomaten auf ihre Dienstposten in China zurückkehren zu lassen. Beim Ausbruch von COVID-19 haben die USA innerhalb kurzer Zeit eine große Zahl von Diplomaten und amerikanischen Staatsbürgern aus China evakuiert. Nun ist Washington der Meinung, dass es an der Zeit sei, diese Menschen ihre Chinamission fortsetzen zu lassen. Die Verhandlungen über die Bedingungen der Wiedereinreise haben sich jedoch als schwierig erwiesen.

 

In einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters vom 1. Juli heißt es, dass die USA Flüge für zahlreiche ihrer Diplomaten, die eine Rückkehr nach China geplant hatten, abgesagt hätten, nachdem "keine Übereinkunft mit Beijing über COVID-19-Tests und Quarantänebestimmungen erzielt worden sei."

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Zhao Lijian sagte am 2. Juli, dass Chinas Quarantänebestimmungen" unterschiedslos auf alle diplomatische Vertretungen in China angewendet werden."

Wenn sie zurückkehren möchten, sei es nur logisch und ganz natürlich für sie, sich den entsprechenden Regelungen der chinesischen Seite zu unterwerfen. China werde ihrer Akkreditierung nur dann widersprechen, wenn sie sich dagegen verweigern würden. Die USA hätten jetzt aber auf eine verrückte Methode zurückgegriffen: Die Schließung des chinesischen Generalskonsultats in Houston.

Die Vereinigten Staaten arbeiteten derzeit sehr hart daran, die Konfrontation mit China zu schüren. Es sei nicht klar, ob sie auf einen neuen Kalten Krieg hinsteuern, aber es würde sehr deutlich, dass sie das Konkurrenz verhalten auf eine neue Stufe der Eskalation getrieben hätten. Absichtsvoll werde auf Konfrontation gesetzt, dafür lieferten die Vorgänge um das Konsulat in Houston den Beweis. 

In den kommenden Monaten würden die Falken im Weißen Haus weitere Angriffe und Provokationen an die Adresse Beijings richten und dadurch die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern schädigen.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: USA,Trump,Houston,Generalkonsulat