Maßnahmen gegen Chiphersteller
USA verschärfen Exportbeschränkungen für SMIC

Die Vereinigten Staaten haben Exportbeschränkungen gegen den führenden chinesischen Chiphersteller SMIC (Semiconductor Manufacturing International Corporation) erlassen. Das Land wirft dem Unternehmen vor, seine Technologie für militärische Zwecke zu verwenden, berichtete Reuters am Samstag.
Amerikanische Zulieferer müssen eine individuelle Exportgenehmigung beantragen, um Komponenten an das chinesische Unternehmen liefern zu dürfen, wie aus einem Brief des Handelsministeriums von Freitag hervorgeht, der Reuters nach eigenen Angaben vorliegt.
Obwohl auf der Webseite des Handelsministeriums keine offizielle Erklärung zu finden war, gab das Wall Street Journal an, eine Kopie des Schreibens gesehen zu haben. Darin heißt es offenbar, Exporte an SMIC oder seine Tochtergesellschaften stellten ein „inakzeptables Risiko der Abzweigung für eine militärische Endverwendung dar.“
SMIC teilte CGTN mit, es habe noch keine offizielle Benachrichtigung über die Restriktionen erhalten. Der Chiphersteller wies darauf hin, dass es seine Halbleiter und Dienstleistungen ausschließlich zivilen und kommerziellen Endverbrauchern anbiete. „SMIC unterhält keine Beziehungen mit dem chinesischen Militär und produziert nicht für militärische Zwecke oder militärische Endverbraucher“, betonte das Unternehmen.
Anfang des Monats berichtete Reuters, dass das Pentagon den Chiphersteller auf eine schwarze Liste setzen könnte, die das Unternehmen komplett vom Handel ausschließt.„Alle Behauptungen über Verbindungen des Unternehmens mit dem chinesischen Militär sind falsche Anschuldigungen und unwahr“, entgegnete SMIC.
SMIC ist der größte chinesische Chiphersteller und ist seit Juli am Shanghaier STAR-Markt gelistet. Dies war der größte Börsengang in China seit einem Jahrzehnt. Der Chiphersteller mit Sitz in Shanghai war im Jahr 2004 in an der Hongkonger und New Yorker Börse gelistet, von der er sich wegen zu geringer Nachfrage an seinen Aktien wieder zurückzog.

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