Vom Polizisten zum Freund und Helfer bei der Armutsbekämpfung in Qinghai

21.10.2020


Mi Cunmin ist erst 30 Jahre alt, aber schon Chef der E-Commerce GmbH Bailing für Agrar- sowie Tierprodukte im Kreis Datong in der nordwestchinesischen Provinz Qinghai. Und in den vergangenen Jahren hat er mit den ansässigen Dorfbewohnern bereits Beachtliches in der Armutsbekämpfung geleistet und einen neuen Weg zum Wohlstand geschaffen. Er selbst hat dafür sogar einen sicheren Job gekündigt.

Mi Cunmin kommt aus dem Kreis Datong. Seine Heimat liegt in den Bergen in Xining, der Hauptstadt der Provinz Qinghai. In den Berggebieten können die Dorfbewohner Agrarprodukte wie Kartoffeln, Raps, Weizen sowie Hochlandgerste anbauen. Datong gilt als eines der wichtigsten Anbaugebiete von Kartoffeln der Provinz. Aber wegen der ungünstigen Beförderungsbedingungen konnten früher die lokalen Agrarprodukte schwer an andere Orte transportiert werden. Deswegen konnten die Bauern nur ein geringes Einkommen erzielen.

Für Mi Cunmin war zunächst die Arbeit als Polizist sein Traumjob gewesen: Nach dem Studienabschluss an der Polizeiakademie arbeitete er in der Stadt Xining. Als er in seine Heimatstadt zurückkehrte, stellte er fest, dass seine Heimat Gefahr lief, zu verarmen. Er wollte unbedingt seine Heimat aus der Armut befreien, um jeden Preis. Er war erst 23 Jahre alt, als er seine sichere Arbeitsstelle als Polizist kündigte, um in seiner Heimat in anderer Funktion zu arbeiten.

Am Anfang war es schwer. Er versuchte sich damals in der Geflügelzucht. Wegen der Vogelgrippe verliefen seine Geschäfte zunächst schlecht. Als von der lokalen Regierung immer mehr arme Haushalte Küken geschenkt bekamen und sich damit an der Geflügelzucht beteiligen konnten, dachte der kreative Mi Cunmin gleich an neue Vertriebswege. Um die lokalen Produkte besser verkaufen zu können, nutzte Mi die Geschäftsmöglichkeiten im Bereich E-Commerce und gründete dafür die E-Commerce GmbH Bailing für Agrar- sowie Tierprodukte.

Seit der erfolgreichen Firmengründung half Mi Cunmin stets den armen Dorfbewohnern beim Verkauf ihrer Agrarprodukte. Im vergangenen Jahr entwickelte Mi mit lokalen Bauern sogar die neue Kartoffelsorte Heijingang. Die neuen Agrarprodukte schmecken den Verbrauchern offenbar besser: Auf dem Markt sind nun höhere Preise und damit höhere Umsätze möglich. Mi sagt, dass früher 500 Gramm Kartoffeln nur 0,4 Yuan RMB gekostet hätten – etwa 5 Cent umgerechnet. Die neuen Produkte würden jetzt jedoch für zwei Yuan RMB, also 25 Cent, verkauft. Die Bauern können dadurch ein höheres Einkommen erhalten.

Laut Mi Cunmin kaufen Städter sehr gerne die guten Agrarprodukte vom Qinghai-Tibet-Plateau. Die Anzahl der Aufträge für die lokalen Agrarprodukte sei pro Tag von 600 bis 700 gestiegen. Dank E-Commerce könne man mehrere neue Verkaufskanäle für die Agrarprodukte bieten. Fast tausend Haushalte wurden dadurch aus der Armut befreit.

Der Kreis Datong wurde bereits in Gänze aus der Armut befreit. Mi, sagt er wolle durch seine Bemühungen einen Beitrag zur Schönheit seiner Heimat leisten und die lokalen Dorfbewohner zum Wohlstand bringen. Obwohl er kein Polizist mehr ist, ist er immer noch mit Leib und Seele ein wahrer Freund und Helfer. Ein Vorbild eben.

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Quelle: CRI

Schlagworte: Armutsbekämpfung,Agrarprodukte,Kartoffeln,