Chinas superreiche Familien treiben Luxuskonsum auf 195 Milliarden Euro

29.01.2021

Touristen kaufen in einem zollfreien Einkaufszentrum in Sanya ein, südchinesische Provinz Hainan,12. März 2020. (Foto/Xinhua)


Unbeeinflusst von der COVID-19-Pandemie ist der jährliche Konsum von Chinas superreichen Familien im Jahr 2020 leicht angestiegen. Dies habe dazu beigetragen, dass der Gesamtwert des chinesischen Luxuskonsums im vergangenen Jahr 1,53 Billionen Yuan (195 Milliarden Euro) erreichte, hieß es in dem am Donnerstag veröffentlichten„Hurun China Luxury Consumer Survey 2021“.


Es ist das 17. Jahr in Folge, dass das in Shanghai ansässige Forschungsinstitut Hurun die Umfrage veröffentlicht hat. Insgesamt wurden 409 vermögende Privatpersonen, von denen zwei Drittel in Städten der ersten Kategorie leben, befragt. Der durchschnittliche Wert ihres Familienvermögens lag bei 42 Millionen Yuan (5,4 Millionen Euro).

Der durchschnittliche jährliche Konsum der vermögenden chinesischen Familien entsprach im Jahr 2020 rund 4,4 Prozent ihres Haushaltsvermögens – 0,6 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Die hochvermögenden Familien konsumierten im vergangenen Jahr im Durchschnitt 3,2 Prozent ihres Familienvermögens, 0,6 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2019.


Gemäß den Statistiken zum chinesischen Luxuskonsum stellten Luxusautos im vergangenen Jahr mit 670 Milliarden Yuan (85,4 Milliarden Euro) den größten Teil der Ausgaben dar. Für traditionelle Luxusgüter, wie Schmuck und Kleidung, gaben die Reichen 420 Milliarden Yuan (53,6 Milliarden Euro) aus. Der Marktvolumen von elektronischen High-End-Geräten lag bei 180 Milliarden Yuan (22,9 Milliarden Euro).


Rupert Hoogewerf, Vorsitzender und leitender Forscher des Forschungsinstituts Hurun, sagte, die wohlhabenden Konsumenten seien zweifelsohne zu einer wichtigen treibenden Kraft für die weltweite Luxusbranche geworden. Dieser Trend sei besonders im vergangenen Jahr zu beobachten gewesen.


Der chinesische Inlandsmarkt für Luxuskonsum, insbesondere der traditionelle Luxusmarkt, verzeichnete im vergangenen Jahr ein rekordverdächtiges Wachstum. Ein Grund war, dass Auslandsreisen aufgrund der Epidemie deutlich zurückgegangen sind. Fast alle führenden Luxusmarken der Welt, am besten vertreten durch Louis Vuitton, konnten ihren Umsatz auf dem chinesischen Festland seit dem zweiten Quartal 2020 im Vorjahresvergleich um 50 Prozent steigern, sagte Hoogewerf.


„Das chinesische Festland macht derzeit ein Drittel des weltweiten Luxuskonsums aus. Erwartungen zufolge wird diese Zahl in fünf Jahren 50 Prozent erreichen“, sagte er.


Eine Mehrheit von 46 Prozent der befragten Milliardäre gab an, dass sie in naher Zukunft die Investitionen in die Gesundheitsversorgung der Familie erhöhen werden, gefolgt von Tourismus und der Ausbildung der Kinder.


Das Vertrauen der befragten Superreichen in die Wirtschaft des Landes ist nach der Epidemie gestiegen. Rund 47 Prozent der Befragten gaben an, „extrem zuversichtlich in die chinesische Wirtschaft“ zu sein und erreichten damit ein Zehnjahreshoch. Die vermögenden Personen prognostizierten zudem, dass der Referenzindex Shanghai Composite in diesem Jahr 3.660 Punkte erreichen wird.


Zusätzlich steht, der Umfrage zufolge, die Reduzierung von Auslandsinvestitionen in den nächsten Jahren ganz oben auf der Agenda der Superreichen.


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: COVID-19-Pandemie,Konsum,Luxuskonsum,Hurun