Neuer Bericht eines Think Tanks

US-Aktivitäten im Südchinesischen Meer im Jahr 2020 beispiellos

14.03.2021

Im dritten Jahr in Folge legte der Think Tank „South China Sea Strategic Situation Probing Initiative“ kürzlich seinen Bericht über die Aktivitäten des US-Militärs im Südchinesischen Meer vor. Daraus geht hervor, dass die USA noch aggressiver vorgehen und damit das Ziel verfolgen, China abzuschrecken und einzudämmen.


Ein KJ-500-Flugzeug zur luftgestützten Frühwarnung (AEW), das zu einer Marinefliegerabteilung der Östlichen Kommandoeinheit der Volksbefreiungsarmee gehört, bereitet sich am 20. Februar 2021 auf eine Flugübung zu Themen wie Aufklärung und Frühwarnung sowie U-Boot-Abwehr-Taktiken vor.


In beispiellosen Schritten, die darauf abzielen, China abzuschrecken, hat das US-Militär im Jahr 2020 wiederholt strategische Waffenplattformen, einschließlich Flugzeugträgerkampfgruppen (CSG), in das Südchinesische Meer verlegt. Wie nun ein neuer Bericht eines Think Tanks mit Fokus auf das Südchinesische Meer zeigt, ist es wahrscheinlich, dass die USA auch in Zukunft weiterhin regionale Verbündete und Partner um sich scharen werden, um sich in regionale Angelegenheiten einzumischen und ihre militärische Präsenz an den Grenzen sowie die Intensität ihrer Aktivitäten in der Region zu erhöhen. Dies alles habe zum Ziel, eine maritime Eindämmung Chinas zu erreichen.

 

2021 ist bereits das dritte Jahr in Folge, in dem die in Beijing ansässige „South China Sea Strategic Situation Probing Initiative“ (SCSPI) Berichte über die militärischen Aktivitäten der USA im Südchinesischen Meer veröffentlicht, da das US-Militär in den letzten Jahren die Häufigkeit, Intensität und den Fokus seiner Operationen in der Region erhöht hat.

 

Laut SCSPI entsandten die USA im vergangenen Jahr Flugzeugträgerkampfgruppen, amphibische Angriffsschiffe (ARG), U-Boote mit Nuklearantrieb sowie B-52H- und B-1B-Bomber ins Südchinesische Meer. Im Juli 2020 führten die USA zweimal innerhalb eines halben Monats Übungen mit zwei Flugzeugträgergruppen durch, was von vielen Analysten als ein äußerst ungewöhnlicher Schritt angesehen wird.

 

Nach unvollständigen Statistiken, die die Denkfabrik durch offen zugängliche Informationen gesammelt hat, schickten die USA für Nahaufklärungsmissionen über China mehrere Arten von Spionageflugzeugen - darunter U-Boot-Abwehr-Patrouillenflugzeuge des Typs P-8A und EP-3E elektronische Aufklärungsflugzeuge - fast tausend Mal ins Südchinesische Meer.

 

Die Denkfabrik wies darauf hin, dass die USA die Häufigkeit und Intensität ihrer Aufklärungsaktivitäten immer dann deutlich erhöhten, wenn die Überwasserschiffe der US-Marine größere Operationen wie die so genannten „Freedom of Navigation“-Operationen in der Nähe der Xisha- und Nansha-Inseln durchführten oder wenn China größere militärische Aktivitäten durchführte. Das bedeute, dass die USA sich stark auf die Zusammenarbeit von See- und Luftstreitkräften konzentrieren würden, erklärte SCSPI-Direktor Hu Bo. Er merkte an, dass zu den Hauptthemen der US-Luftaufklärung sensible Gebiete entlang der Küste Südchinas gehörten - insbesondere wichtige militärische Einrichtungen.

 

Die USA setzten im Jahr 2020 auch einige neue Ansätze bei der Aufklärung ein, darunter die Verwendung von gefälschten Flugzeugidentifikationscodes, um Aufklärungsflugzeuge als zivile Passagierflugzeuge aus Ländern wie Malaysia zu tarnen, was die Ordnung in der Luftfahrt und die Flugsicherheit störte und große Risiken für zivile Flugzeuge mit sich brachte. Zudem nutzten die USA auch Aufklärungsflugzeuge privater Verteidigungsunternehmen.

 

Am Mittwoch veröffentlichte das US-Verteidigungsministerium seinen Jahresbericht zur Navigationsfreiheit für das Fiskaljahr 2020 (Annual Freedom of Navigation Report for Fiscal Year 2020) und schrieb darin, das US-Militär habe im Südchinesischen Meer und im Ostchinesischen Meer sogenannte Operationen zur Wahrung der Navigationsfreiheit durchgeführt, ohne die genaue Zahl der Operationen zu veröffentlichen. Frühere SCSPI-Daten zeigen, dass die USA solche Operationen im Südchinesischen Meer im Jahr 2018 fünfmal und im Jahr 2019 achtmal durchgeführt hatten. 

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Südchinesisches Meer,US-Militär,Flugzeugträger