Shanghai ermöglicht COVID-19-Impfungen für Ausländer

25.03.2021


Ausländer in Shanghai, welche die Voraussetzungen erfüllen, können sich mit einem inländischen Impfstoff gegen COVID-19 impfen lassen. Dies gaben die städtischen Behörden am Dienstagabend bekannt. Damit ist Shanghai die erste chinesische Stadt, die einen Impfplan für Ausländer veröffentlicht. Der Schritt hat heftige Diskussionen darüber ausgelöst, ob weitere Städte diesem Beispiel folgen sollten.

 

Impfwillige Ausländer in Shanghai können ab Montag einen Online-Termin über die App „Health Cloud“ vereinbaren. Shanghai verwendet inländische inaktivierte Zweidosen-Impfstoffe.

 

Für Ausländer, die in Shanghai sozialversichert sind, gelten die gleichen Bedingungen wie für Chinesen. Menschen, die keine Krankenversicherung haben, müssen sich auf eigene Kosten impfen lassen – für rund 100 Yuan (12,97 Euro) pro Dosis.

 

Sie müssen ihren Personalausweis, Reisepass oder eine gültige Aufenthaltsgenehmigung mit zu den ausgewiesenen Stellen nehmen und den Prozess, wie die Unterzeichnung einer Einverständniserklärung und einer Verpflichtungserklärung, befolgen.

 

Das medizinische Fachpersonal werde anhand dieser Informationen entscheiden, ob die Personen für die Impfung in Frage kommen, teilten die Behörden mit.

 

Rund 882.000 Personen in Shanghai haben laut Angaben der Shanghaier Gesundheitskommission bis Sonntag ihre zweite COVID-19-Impfung erhalten. Rund 836.000 Menschen haben in diesem Zeitraum ihre erste Dosis bekommen.

 

Nachdem Shanghai diese Maßnahme angekündigt hatte, wurde in der Öffentlichkeit diskutiert, ob weitere chinesische Städte, wie Beijing und Guangzhou, welche große Expat-Gemeinden haben, diesem Beispiel folgen werden.

 

Ein britischer Bildungsberater, der in Beijing arbeitet, sagte der Global Times, dass er auf eine solche Politik gewartet habe, seit seine chinesischen Freunde sich impfen lassen konnten. „Wenn ich mich impfen lasse, fühle ich mich sicherer, wenn ich in Zukunft international fliegen muss. Ich bin jung und muss lange warten, um einen Impfstoff in meinem Heimatland zu erhalten“, sagte Chris.

 

Ein Filipino sagte hingegen, dass er auf den Rat der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hören werde und nicht in Eile sei. Bis die chinesischen Impfstoffe von der WHO zugelassen werden, bevorzuge er Pfizer und Moderna. Beide Impfstoffe seien bisher in China nicht erhältlich.

 

Die chinesischen Impfstoffhersteller Sinopharm und Sinovac haben ihre Unterlagen bei der WHO zur Prüfung eingereicht. Dies ist ein notwendiger Schritt, bevor die Organisation eine Empfehlung aussprechen kann. 


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Shanghai,Impfstoff,COVID-19