Dispute um Xinjiang-Baumwolle

Neues Schlachtfeld des Streits der USA gegen China

26.03.2021


Xinjiang-Baumwolle ist nun in aller Munde. H&M, Nike, Adidas & Co., die einen Boykott von Baumwolle aus der Uigurischen Autonomen Region in Westchina angekündigt haben, stehen jetzt selber vor der Boykottkampagne aus China – für viele von Ihnen wohl ein äußerst wichtiger und aufstrebender Markt.


In den Unmut der zahllosen chinesischen Konsumenten sehen aber die westlichen Medien, so wie die Süddeutsche Zeitung und der SWR, „staatlich gesteuerte Aktionen“ oder „nationalistische Entrüstung“. Trotz der langjährigen China-Erfahrung wollen die Korrespondenten die Glaubwürdigkeit des von den USA fabrizierten Berichts über die vermeintliche Zwangsarbeit in Xinjiang und die daraus resultierte Sanktionen gegen die Baumwollindustrie jedoch nicht in Frage stellen: De Facto wird die Baumwolle in Xinjiang heutzutage schon übermäßig durch Maschinen eingepflanzt und geerntet. Dazu kommt noch der Einsatz von Drohnen und Navigationssystem zur Pflege der Setzlinge. Anscheinend nimmt man also die Behauptung gerne im Kauf, dass die Better Cotton Initiative, die von der United States Agency for International Development finanziert wird, durch einen Boykott der Baumwolle den Lebensunterhalt der zahllosen Xinjianger, die von der Baumwolleindustrie leben, bedroht hätten, um ihre eigenes „Menschenrecht“ schützen zu wollen.


In der Tat dienen die Berichte – bewusst oder unbewusst – als Helfer des Weißen Hauses. Aus Sicht der USA ist Xinjiang ein ideales Thema, welches beim Handel mit China zu den politischen Vorteilen führen kann. Seit ihrem Amtsantritt hat die Biden-Regierung, ungeachtet des starken Widerstands der Volksrepublik, den Begriff "Völkermord" aufgegriffen und sogar ihre Verbündeten dazu gedrängt, das Etikett zu verwenden. Ein neues Schlachtfeld des ideologischen Streits gegen China zeichnet sich ab.


Dass die Vereinigten Staaten auch die Verbündeten in Europa und Australien hinter sich gebracht haben, zur Xinjiang-Frage gemeinsam gegen China anzugehen, ist nur der erste Erfolg in der Taktik der Biden-Regierung, die in Wirklichkeit aber weitergehende Ambitionen hat. Ihr ultimatives Ziel ist es, dass das Etikett "Genozid" auch von vielen Ländern aus der islamischen Welt akzeptiert wird, um eine Konfrontation zwischen ihnen und China heraufzubeschwören. Damit würden sich die USA selbst von den Streitigkeiten mit der islamischen Welt entziehen und gleichzeitig China in eine tiefe Krise stürzen.


Und diese Intrige ist nicht gerade vom Himmel gefallen. So schlug zum Beispiel Lawrence Wilkerson, Chefberater des ehemaligen amerikanischen Außenministers Colin Powell, auf einem vom Ron Paul Institute for Peace and Prosperity veranstalteten Forum im August 2018 vor: „In Xinjiang leben 20 Millionen Uiguren. Wenn der Geheimdienst CIA zur Sabotage der Stabilität Chinas sie gut nutzen könnte, dann wäre es die beste Methode, Instabilität zu fabrizieren und die Uiguren zur Anstiftung von inneren Unruhen in China aufzuhetzen.“


Es ist überdies kein neuer Trick für die US-Behörde, Unternehmen aus politischen Gründen zu unterdrücken. Das erkennt man beispielsweise durch Ihren Bann gegen Huawei und TikTok. Einer Reihe chinesischer Technologiekonzerne sind unter anderem Chipverbote durch Washington auferlegt worden – auch zum Preis von Verlusten für amerikanische Unternehmen. Es gilt als ein gängiges Motto für Multikonzerne, sich aus politischen Auseinandersetzungen herauszuhalten. Dennoch haben sich Bekleidungsunternehmen wie H&M aktiv an den Sanktionen gegen Xinjiang beteiligt. Ohne politischen Druck hätte es solche Aktionen nicht gegeben, die völlig gegen die Werte der globalen Geschäftswelt verstoßen.


Gerechtfertigt boykottieren die chinesischen Konsumenten nun die Unternehmen, die sich hinter das politische Kalkül der USA stellen, selbst wenn es einmal beliebte Marken in China waren. Deswegen ist es ratsam, die Tatsachen in Xinjiang zu respektieren und von der grundlosen Anti-Xinjiang-Baumwolle-Aktion zurückzutreten, anstatt sich als Schachtfigur von den USA einzusetzen zu lassen. Denn in einem Krieg bleibt man kaum unversehrt. Am Freitag stürzten die Aktienkurse von H&M und Co. massiv ab.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: H&M,​Xinjiang,Baumwolle,Boykott