​Ziele des Pariser Abkommens müssen erreicht werden

19.04.2021

Das Dateifoto zeigt eine Windkraftanlage in Zhangjiakou in der nordchinesischen Provinz Hebei.


China und die USA haben am Sonntag eine gemeinsame Erklärung über die Zusammenarbeit im Bereich des Klimawandels abgegeben und darin versichert, bei der Bewältigung dieser dringenden globalen Krise zusammenzuarbeiten.


Die Erklärung wurde nach einem viertägigen Besuch des US-Sonderbeauftragten für den Klimawandel, John Kerry, in China abgegeben, der am Samstag zu Ende ging. Am Donnerstag und Freitag traf er sich im Rahmen seines Besuchs mit seinem chinesischen Amtskollegen Xie Zhenhua, wie das Ministerium für Ökologie und Umwelt in einer Pressemitteilung mitteilte.


Neben der Förderung der Klimaschutzmaßnahmen beider Länder werden die beiden Seiten auch im Rahmen der UN-Klimarahmenkonvention und des Pariser Abkommens miteinander kooperieren. Das 2015 geschlossene Abkommen zielt darauf ab, den globalen Temperaturanstieg in diesem Jahrhundert deutlich unter 2 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu halten und die Bemühungen fortzusetzen, um den Anstieg sogar auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.


„China und die USA werden darauf bestehen, sich mit anderen Parteien zusammenzuschließen, um die Umsetzung des Pariser Abkommens zu fördern", hieß es in der Erklärung.


Nach der Überprüfung der Ziele des Abkommens versprachen beide Seiten, sich weiterhin zu bemühen, die Ziele in die Realität umzusetzen und gleichzeitig die Chancen und Herausforderungen auf dem Weg dorthin zu erkennen und zu bewältigen.


China und die USA würden sich zudem beide auf den „Leaders Summit on Climate“ freuen, der vom 22. bis 23. April von den USA ausgerichtet wird. Außerdem unterstützen beide Seiten das Ziel, die globalen Ambitionen im Bereich Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel zu verstärken und die Unterstützung für Klimaschutzmaßnahmen bereits vor der UN-Klimakonferenz „COP 26“ im November in Großbritannien zu erhöhen.


Die beiden Länder versprachen auch, noch vor der „COP 26“ eine langfristige Strategie für die Verwirklichung von Kohlenstoffneutralität und Netto-Null-Emissionen von Treibhausgasen auszuarbeiten. Sie würden überdies geeignete Maßnahmen ergreifen, um die internationalen Investitionen und Finanzhilfen für Entwicklungsländer zu maximieren, damit diese von kohlenstoffreichen Energien auf grüne, kohlenstoffarme und erneuerbare Energien umsteigen können, heißt es in der Erklärung.


Beide werden Maßnahmen ergreifen, um die Produktion und den Verbrauch von Fluorkohlenwasserstoff (einem im Vergleich zu Kohlendioxid viel stärkeren Treibhausgas) auslaufen zu lassen, wie es das Kigali-Abkommen als Nachtrag zum Montreal-Protokoll verlangt.


Als Teil ihrer Bemühungen, die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen, werden China und die USA sowohl vor als auch nach der „COP 26“ weiterhin spezifische Maßnahmen zur Emissionsreduzierung diskutieren, die noch in den 2020er Jahren umgesetzt werden sollen.


Die Erklärung listet acht Hauptbereiche auf, die beide Seiten besprechen werden. Unter anderem gehören die Dekarbonisierung im Industrie- und Stromerzeugungssektor, energiesparendes Bauen und umweltfreundlicher, kohlenstoffarmer Transport dazu.


Die beiden Nationen werden zusammenarbeiten, um den Erfolg der „COP 26“ und der UN-Konferenz zur Erhaltung der biologischen Vielfalt („COP 15“) zu fördern. Letztere wird im Oktober in der Hauptstadt der südwestchinesischen Provinz Yunnan, Kunming, stattfinden.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: China und USA wollen bei Klimaschutz