„Marionette westlicher Politiker" mit unausgewogener Kritik
Thunberg zieht Unmut der chinesischen Internetnutzer auf sich
Greta Thunberg wird in Chinas sozialen Medien derzeit stark kritisiert, nachdem sie zwar China scharf für seine CO2-Emissionen kritisierte, Japans Entscheidung, nukleares Wasser ins Meer abzuleiten, aber weitgehend unkommentiert ließ. Sie sei lediglich eine leicht zu steuernde „Marionette westlicher Politiker“, schrieben einige Netizens in der Folge.

Greta Thunberg trifft am 20. August 2020 für den Empfang von der deutschen Bundeskanzlerin Merkel in Berlin ein. (Foto von VCG)
Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg ist in Chinas sozialen Medien jüngst stark kritisiert worden und wurde von einigen Netizens sogar als „selektive Umweltschützerin mit doppeltem Standard" oder „Marionette westlicher Politiker" verspottet, nachdem sie zwar China wegen seiner jährlichen Emissionen ins Visier genommen hatte, Japans Entscheidung, nuklear verseuchtes Wasser abzulassen, aber mit keinem Wort erwähnte.
Am 6. und 7. Mai haben viele westliche Medien - darunter die BBC, CNN und CNBC - Chinas Einfluss auf das Klima hochgespielt und dafür Daten des Forschungsunternehmens Rhodium Group zitiert, das behauptetet hatte, dass Chinas jährliche Emissionen die aller Industrienationen zusammen übertreffen würden.
Thunberg, die schwedische Jugendliche, die wegen sogenannter Klimaproteste die Schule schwänzte und im Westen als Umweltschützer dargestellt wird, re-tweetete den Bericht von CNN und schob die Schuld an der Klimakrise auf China. Ihr Kommentar löste schnell massenhafte Gegenreaktionen in den chinesischen sozialen Medien aus, als Fluten von Netizens ihre „Heuchelei" kritisierten, ihre „Doppelmoral" hervorhoben und sie als „selektive Umweltaktivistin" bezeichneten. Viele nannten sie auch eine „Marionette" westlicher Politiker.
Auch der berühmte chinesische Karikaturist Wuheqilin kommentierte ihr Verhalten am Sonntag auf Weibo. Er wies darauf hin, dass so genannte globale Umweltschutzorganisationen und Einzelpersonen, die Japans Entscheidung, nukleares Abwasser zu entsorgen, absichtlich übersehen, während sie China für Umweltprobleme anklagten, lediglich als „politische Werkzeuge" dienen würden, die auf China abzielen.
Nachdem Japan am 13. April beschlossen hatte, nuklear verseuchtes Abwasser aus Fukushima ins Meer zu leiten, re-tweetete Thunberg im Gegensatz zu ihrem öffentlichen Image, in Umweltschutzfragen sehr scharfzüngig zu sein, die Entscheidung lediglich kommentarlos, wie es auch die meisten westlichen Medien taten. Nachdem jedoch westliche Medien die jährlichen Emissionen Chinas hochgespielt hatten, reagierte Thunberg sofort und forderte, dass China sich ändern müsse.
Es sei ein alter Trick der westlichen Medien und Aktivisten, in Klima- und Umweltfragen mit dem Finger auf China zu zeigen, schrieb ein Beobachter im Internet. Entgegen der Erwartungen würden die Medien auch im Jahr 2021 immer noch „nur die Gesamtmenge der Emissionen beurteilen und nicht über die Pro-Kopf-Zahlen sprechen", so der Beobachter.
Die Pro-Kopf-Emissionen in China sind laut dem neuen Bericht der Rhodium Group immer noch deutlich niedriger als in den Industrieländern.
Ein Netizen kritisierte Thunberg mit den Worten: „Die Jugendliche studiert nicht hart, um ihr kognitives Niveau und ihre persönliche Qualität zu verbessern, sondern beschäftigt sich stattdessen mit sinnlosen politischen Aktivitäten. Sie ist völlig ruiniert."
Ein anderer Netizen schrieb: „Der Westen hat es sich zur Aufgabe gemacht, 'öffentliche Meinungsführer' wie Thunberg zu schaffen, die nicht viel wissen und leicht zu kontrollieren sind, und solche Leute haben in der westlichen Gesellschaft ein viel besseres Image als Politiker.“
Solche „Meinungsführer" würden sich jedoch immer als Witz entpuppen.

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