Immer mehr Menschen zieht es in den Osten Chinas

12.05.2021

 

Laut den Ergebnissen der letzten Volkszählung ziehen immer mehr Chinesen in die wirtschaftlich entwickelten Zentren im Osten des Landes. Dies geht aus den Daten des aktuellen Zensus hervor. 39,93 Prozent der Bevölkerung lebt im Osten Chinas, das sind 2,15 Prozentpunkte mehr als noch im Jahr 2010. Der siebte nationale Zensus wurde am Dienstag veröffentlicht.

 

Der Zensus zeigt auch, dass 25,83 Prozent der Chinesen in der Zentralregion leben, ein Rückgang von 0,79 Prozentpunkten. 27,12 Prozent leben im Westen, das sind 0,22 Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahrzehnt. Die Bevölkerung im Nordosten des Landes ging im selben Zeitraum um 1,2 Prozentpunkte zurück.

 

Laut der Volkszählung haben von den 31 Provinzen, autonomen Regionen und Regierungsunmittelbaren Städten zwei mehr als 100 Millionen Einwohner: die Provinzen Guangdong und Shandong. Neun Provinzen haben eine Einwohnerzahl zwischen 50 und 100 Millionen, und 17 haben eine Einwohnerzahl zwischen 10 und 50 Millionen. In den autonomen Regionen Ningxia der Hui und Tibet sowie in der Provinz Qinghai leben weniger als 10 Millionen Menschen.

 

In nur vier Regionen oder Städten ging die Einwohnerzahl zwischen den Jahren 2000 und 2010 zurück: den Provinzen Guizhou, Sichuan und Hubei sowie in Chongqing. Im letzten Jahrzehnt stieg die Zahl der Provinzen oder Regionen, die einen Bevölkerungsrückgang erlebten, jedoch auf sechs. Dies sind die Provinzen Gansu, Shanxi, Liaoning, Jilin und Heilongjiang sowie die autonome Region Innere Mongolei.

 

Die meisten dieser Provinzen und Regionen befinden sich entweder im Nordosten Chinas, dem ehemaligen Zentrum der Schwerindustrie, oder ihre wirtschaftliche Entwicklung ist stark von natürlichen Ressourcen abhängig, wie eine Analyse auf der Webseite von Sina Financial ergab.

 

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts seien viele Menschen aus dem Südwesten Chinas in die Küstenregionen übergesiedelt, um nach besseren Beschäftigungsaussichten zu suchen, was in manchen Regionen zu einem Braindrain geführt hat.

 

Doch in den letzten Jahren haben diese Regionen und Provinzen ihre Chancen genutzt, um die lokale Wirtschaft besser zu entwickeln und die Industrielandschaft aufzuwerten. Einige Menschen kehrten in ihre Heimatstädte zurück und immer mehr junge Menschen entscheiden sich dazu, dort zu arbeiten und sich niederzulassen. Einige Orte in den nördlichen Regionen Chinas sind in dieser Hinsicht ins Hintertreffen geraten und für junge Fachkräfte weniger attraktiv geworden, so die Analyse.


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Volkszählung,Chinesen,Osten