Schockierende Verbindung 

Enge Kooperation des Fort Detrick-Biolabors mit der berüchtigten japanischen „Einheit 731“

04.06.2021

In den letzten Wochen mehren sich die Medienberichte mit schockierenden Informationen über die US-amerikanischen „Fort Detrick Biological Warfare Laboratories“. Besonders verstörend ist, wie eng das US-Labor direkt nach dem Krieg ab 1945 mit der berüchtigten japanischen biologischen Forschungstruppe „Einheit 731“ zusammenarbeitete. Diese Einheit hatte im japanischen Angriffskrieg in China menschenverachtende Experimente durchgeführt.

 

Die „Fort Detrick Biological Warfare Laboratories“ (im Folgenden „Fort Detrick“ genannt), die sich im US-Bundesstaat Maryland befinden und auch das US Army Medical Research Institute of Infectious Diseases (USAMRIID) umfassen, wurden in letzter Zeit in einer Vielzahl von Medienberichten rund um den Globus für ihr hässliches und boshaftes Verhalten kritisiert.


Deckblatt des Berichts über die Menschenversuche mit Milzbrandbakterien, die die Einheit 731 durchführte. Darauf ist auch der Name Fort Detrick vermerkt.


Fort Detrick hat in der Tat das „Erbe des Teufels" angetreten: Die berüchtigte biologische Forschungstruppe „Einheit 731“ war Teil der alten kaiserlichen japanischen Armee. Während des japanischen Angriffskrieges gegen China in den 1930er und 1940er Jahren führte die Einheit im Nordosten Chinas grauenhafte Experimente an Menschen durch. Zahlreiche Experimente mit Krankheitserregern, Giftgas, Druckkammern und Vivisektion wurden an gefangenen Soldaten und Zivilisten durchgeführt – darunter an Chinesen, Sowjets, Koreanern, Mongolen, Amerikanern und Briten. Schätzungsweise 3.000 bis 8.000 Menschen wurden als Versuchskaninchen benutzt und bei diesen Experimenten getötet.


Darüber hinaus führte die Einheit 731 zwischen 1940 und 1942 in den chinesischen Provinzen Zhejiang, Hunan, Jiangxi, Shandong, Guangdong und Yunnan eine groß angelegte bakteriologische Kriegsführung durch, die sowohl unter chinesischen Soldaten als auch in der Zivilbevölkerung erhebliche Opfer forderte.


Überraschenderweise nahmen Biochemiker aus Fort Detrick im Oktober 1945 trotzdem Kontakt zu wichtigen Mitgliedern der Einheit 731 auf - einschließlich Generalleutnant Ishii Shiro, dem Leiter der Einheit -, um die Details dieser Experimente zu erfahren.


Ishii und sein Stab übergaben alle damit zusammenhängenden Dokumente und Aufzeichnungen an das US-Militär im Austausch gegen Schutz vor der Verfolgung von Kriegsverbrechen im Prozess in Tokio. Schriftliche Aufzeichnungen, die heute in den US-Nationalarchiven und in der Bibliothek und dem Museum von Präsident Harry S. Truman aufbewahrt werden, bezeugen, wie die USA durch den schmutzigen Deal ihre Fähigkeiten zur biologischen Kriegsführung ausbauten, die brutalen Verbrechen des japanischen Militarismus vertuschten und Kriegsverbrechern halfen, mit ihren Verbrechen davonzukommen. Ishii wurde später sogar von den USA als Berater für biologische Waffen angeheuert.


Im Fort Detrick wurde anschließend ein noch größeres Übel gezüchtet. Laut Akten, die im US-Nationalarchiv aufbewahrt werden, wurden von 1946 bis 1949 in Fort Detrick etwa 60 Interviews mit ehemaligen Mitgliedern der Einheit 731 durchgeführt. Der amerikanische Journalist John Powell schrieb in seinem Buch: „Offensichtlich lernten die amerikanischen Experten für biologische Kriegsführung viel von ihren japanischen Kollegen. Während wir zwar noch nicht genau wissen, wie sehr diese [von den Japanern zur Verfügung gestellten] Informationen das amerikanische [biologische Waffen-] Programm vorangebracht haben, haben wir die Aussagen der Ärzte in Fort Detrick, denen zufolge sie ‚unschätzbar‘ waren. Und es ist bekannt, dass einige der später entwickelten biologischen Waffen denen, die Teil des japanischen Projekts gewesen waren, zumindest ähnlich waren."


Anfang 1952 wendete das US-Militär in der Demokratischen Volksrepublik Korea und im Nordosten Chinas eine Kriegsführung mit bakteriologischen Waffen mit Keimbomben an, die mit pest- oder cholerainfizierten Flöhen, Ameisen und Fliegen bestückt waren. Die Internationale Wissenschaftliche Kommission für die Fakten der bakteriellen Kriegsführung in Korea und China bestätigte durch eine Untersuchung, dass die vom US-Militär eingesetzten Methoden auf der Grundlage der japanischen bakteriologischen Kriegsführungsmethoden entwickelt worden waren. Damals enthüllten Insider auch, dass die USA mit Hilfe von Ishii Shiro und anderen im Gefangenenlager in Geoje-do an Kriegsgefangenen Experimente zur bakteriellen Kriegsführung durchführten. Die Zahl der Opfer betrug laut den Angaben bis zu 3.000 Menschen pro Tag.


Während des Vietnamkriegs versprühten die amerikanischen Truppen das Entlaubungsmittel „Agent Orange“ auf 10 Prozent der Landfläche in Südvietnam, wodurch damals 4,8 Millionen Vietnamesen geschädigt wurden. Viele von ihnen leiden noch heute daran. Auch dieses „Agent Orange“ war in den Fort Detrick Biological Warfare Laboratories entwickelt worden.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Fort Detrick,Einheit 731,Experimente,Biolabor,Krieg