Nukleare Sicherheit
Chinesischer Betreiber weist Warnungen über mögliches Leck eines Kernkraftwerks zurück
Die US-Regierung und der französische EDF-Konzern hatten kürzlich vor einem möglichen Leck im Taishan-Kernkraftwerk in Guangdong gewarnt. Der chinesische Betreiber CGN weist die Warnung nun zurück und versichert, dass sich alle Indikatoren auf den normalen Niveaus befinden würden. Die EDF-Gruppe ist der Co-Betreiber des Kraftwerks.

Ein Archivfoto von dem ersten EPR-Reaktor in dem Taishan-Kernkraftwerk. (Foto von Xinhua)
Der chinesische Atomriese machte die Klarstellung, da CNN am Montag berichtet hatte, dass die US-Regierung einen Bericht über ein Leck im Kernkraftwerk Taishan - einem Joint Venture zwischen dem französischen Energieriesen Électricité de France (EDF) und der China General Nuclear Power Group (CGN) – überprüfe , nachdem Framatome (eine Tochtergesellschaft von EDF) vor einer „unmittelbaren radiologischen Bedrohung" gewarnt hatte.
Framatome habe Ende Mai das US-Energieministerium kontaktiert und die US-Behörde über ein „potenzielles Problem" in der Taishan-Anlage informiert, so CNN. Anschließend reichte das französische Unternehmen am 3. Juni einen Antrag auf Betriebssicherheitsunterstützung bei der US-Behörde ein, in dem es davor warnte, dass aus dem Kernreaktor Spaltgas austrete.
Framatome behauptete auch, dass chinesische Behörden die Grenzwerte für die radioaktive Strahlung um die Anlage erhöht hätten, um sie weiter betreiben zu können, so der Bericht.
Am Montag sagte Framatome der AFP, dass „die Anlage derzeit innerhalb der Sicherheitsparameter arbeitet", basierend auf den verfügbaren Daten. Das Unternehmen unterstütze zudem „die Lösung eines Leistungsproblems" in der Anlage.
Laut der Erklärung von CGN besteht das Taishan-Kernkraftwerk derzeit aus zwei 1.750-Megawatt-Evolutionsreaktoren (EPR), die gemeinsam von CGN und der EDF-Gruppe finanziert, gebaut und betrieben wurden. Einer der Reaktoren hatte im Dezember 2018 seinen kommerziellen Betrieb aufgenommen, während der zweite im September 2019 in Betrieb ging.
Die Erklärung fügte außerdem hinzu, dass der zweite EPR-Reaktor in dem Kernkraftwerk planmäßig eine Überholung abgeschlossen habe. Alle Sicherheits-, Qualitäts- und Projektzeit-Indikatoren der Überholung hätten ihre gesetzten Ziele erfüllt.
Derzeit hält CGN einen Anteil von 70 Prozent an der Taishan Nuclear Power Joint Venture Co, während der Rest von der EDF-Gruppe gehalten wird.

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