„Fuxing“-Hochgeschwindigkeitszug fährt erstmals auf neuer Bahnstrecke in Tibet
Die Luftaufnahme vom 16. Juni 2021 zeigt einen Fuxing-Hochgeschwindigkeitszug, der während eines Probebetriebs auf der Lhasa-Nyingchi-Bahnstrecke über den Yarlung Zangbo-Fluss in der Autonomen Region Tibet im Südwesten Chinas fährt. (Xinhua/Purbu Zhaxi)
Am Freitagmorgen wurde die erste elektrifizierte Eisenbahnstrecke in der westchinesischen Autonomen Region Tibet eröffnet, die die Regionalhauptstadt Lhasa mit der Stadt Nyingchi verbindet. Die „Fuxing"-Hochgeschwindigkeitszüge nehmen damit den offiziellen Betrieb in der Hochplateau-Region auf.
Mit einer Länge von 435 Kilometern und einer geplanten Geschwindigkeit von 160 Stundenkilometern ist die neue Bahn eine einspurige, elektrifizierte Bahn. Derzeit gibt es neun Bahnhöfe in den Städten Lhasa, Shannan und Nyingchi, die den Personen- und Güterverkehr abwickeln können.
Die neu eröffnete Lhasa-Nyingchi-Eisenbahn hat dem südosttibetischen Gebiet zum ersten Mal in der Geschichte Zugang zu Eisenbahndienstleistungen verschafft.
Im Vergleich zum Straßenverkehr verkürzt die Lhasa-Nyingchi-Eisenbahn die Reisezeit von Lhasa nach Nyingchi von 5 Stunden auf circa 3,5 Stunden und die Reisezeit von Shannan nach Nyingchi von 6 Stunden auf circa 2 Stunden.
Es ist das erste Mal, dass die von China unabhängig entwickelten „Fuxing“-Hochgeschwindigkeitszüge Passagiere auch in Tibet befördern. Damit sind diese Hochgeschwindigkeitszüge nun in allen Regionen auf Provinzebene auf dem chinesischen Festland im Einsatz.
Die in Betrieb befindlichen „Fuxing“-Züge umfassen eine Geschwindigkeitsspanne von 160 bis 350 Stundenkilometer, was einen bemerkenswerten Erfolg für Chinas Innovationen im Eisenbahn-Sektor darstellt.
Der Bau der Bahn hatte im März 2015 begonnen. Mehr als 130.000 Arbeiter haben in den Bergen geschuftet, um die Bahnlinie zu bauen, die zu 90 Prozent mehr als 3.000 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Die Bahnlinie führt durch insgesamt 47 Tunnel und 121 Brücken und überquert den Fluss Yarlung Zangbo 16 Mal. Tunnel und Brücken machen etwa 75 Prozent der Gesamtlänge der Bahn aus, was einerseits zwar eine Herausforderung für die Bauarbeiter darstellte, andererseits aber auch wertvolle Erfahrungen für den Bau von Eisenbahnen auf Hochebenen lieferte. Die jährliche Kapazität für den Gütertransport der Bahn von 10 Millionen Tonnen fördert den Warenfluss, was die wirtschaftliche Entwicklung fördern und das Leben der Menschen verbessern wird.

71cfeb04-eb1e-4ae7-b26c-8ae82da679ba.jpg)








