Infrastrukturausbau

Neue Schnellstraße bringt Beijing und Ürümqi näher zusammen

03.07.2021

Die fast 3.000 Kilometer lange Schnellstraße, die Beijing im Osten mit der Hauptstadt der westchinesischen Uigurischen Autonomen Region Xinjiang, Ürümqi, verbindet, ist nun offiziell eröffnet. Chinas „Route 66“ wird nicht nur für den inländischen Verkehr eine wichtige Rolle spielen, sondern auch für die Neue Seidenstraßeninitiative.


Das Luftbild vom 28. Juni 2021 zeigt einen Abschnitt der Schnellstraße Beijing-Ürümqi im Kasachischen Autonomen Kreis Barkol im nordwestchinesischen Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang.


Reiselustige in China sollten ihre Reise von Beijing nach Ürümqi ab jetzt über eine neu eröffnete Schnellstraße planen, die es ihnen ermöglicht, durch die Wüste Gobi und über Berge in die Hauptstadt der nordwestchinesischen Uigurischen Autonomen Region Xinjiang zu reisen. Am Mittwoch wurde das letzte Teilstück der insgesamt 2.822 Kilometer langen Schnellstraße Beijing-Xinjiang für den Verkehr freigegeben, womit die Strecke nun vollständig in Betrieb ist.

 

Die Straße führt durch sechs Regionen auf Provinzebene: Beijing, die Provinzen Hebei, Shanxi und Gansu sowie die autonomen Regionen Innere Mongolei und Xinjiang.

 

Sie durchquert mehr als 500 Kilometer unbewohnte Wüste und ist damit die längste Wüstenautobahn der Welt. Sie wird auch als Chinas „Route 66" bezeichnet, die Nationalstraße, die in den Vereinigten Staaten für ihre malerischen Aussichten berühmt ist.

 

Nach Angaben des Verkehrsministeriums ist sie die zweite Schnellstraße, die das autonome Gebiet mit anderen Teilen Chinas verbindet und zudem die Strecke zwischen Ürümqi und Beijing um 1.300 Kilometer verkürzt. Damit ist sie die schnellste Straßenpassage durch den Nordwesten, Norden und Nordosten des Landes.

 

Die Route mit der Nummer G7 ist eine von sieben nationalen Schnellstraßen, die Chinas Hauptstadt mit anderen Großstädten im Rahmen des nationalen Schnellstraßenplans verbinden.

 

Der Beijinger Abschnitt war bereits 2014 für den Verkehr freigegeben worden, während der Linbai-Abschnitt in Xinjiang und der Inneren Mongolei 2017 eröffnet wurde. Der Bau des letzten Abschnitts in Xinjiang begann im Jahr 2019.

 

Sie wird eine der schnellsten von mehreren bestehenden eurasischen Straßen- und Eisenbahnkontinentalverbindungen sein und hat ihren östlichen Endpunkt in Tianjin und ihren westlichen Endpunkt in Rotterdam, Niederlande.

 

Es werde erwartet, dass die G7 den Austausch stark ankurbeln und die soziale und wirtschaftliche Entwicklung zwischen Xinjiang und anderen Teilen Chinas fördern wird, während sie gleichzeitig eine wichtige Rolle in der Neuen Seidenstraßeninitiative und dem westlichen Entwicklungsplan spiele, so das Ministerium. Es ist auch die bequemste Route vom Trockenhafen Khorgas in Xinjiang zum Küstenhafen des Gelben Meeres in Tianjin.

 

Es ist überdies auch die erste Schnellstraße, die die autonomen Kreise Barkol Kazak in Xinjiang und Yiwu durchquert, was das Reisen in und aus diesen Gebieten bequemer macht und den Menschen vor Ort mehr Geschäftsmöglichkeiten bietet.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Beijing,Ürümqi,Neue Seidenstraßeninitiative,Wüste