Italienische Studie wirft Fragen zur Herkunft von COVID-19 auf
Eine neue Studie von Wissenschaftlern der Universität Mailand wirft neue Fragen über den Ursprung des neuartigen Coronavirus auf. Demnach habe es bereits Spuren des Virus in Rachenabstrichen und Urinproben gegeben, die im Spätsommer 2019 im norditalienischen Gebiet der Lombardei entnommen wurden.
Touristen sitzen am 3. August 2021 im Außenbereich eines Restaurants in Venedig.
Eine andere Version des COVID-19-Virus könnte bereits im Spätsommer 2019 in der norditalienischen Lombardei zirkuliert haben, wie eine neue Studie zeigt. Das deutet darauf hin, dass bei der Untersuchung der Herkunft des Virus sowohl ein größeres geografisches Gebiet als auch eine breitere Zeitspanne berücksichtigt werden sollten.
Forscher der Universität Mailand und des italienischen Nationalen Gesundheitsinstituts untersuchten 435 Rachenabstriche und Urinproben von 156 Patienten mit masernähnlichen Hautausschlägen. Insgesamt 13 Patienten wurden dabei positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Dies geht aus einer Studie hervor, die letzte Woche auf dem Preprint-Server der medizinischen FachzeitschriftThe Lancet veröffentlicht wurde. Die Studie befindet sich noch in der Phase der Begutachtung durch Fachkollegen („Peer Review“).
Keiner der positiven Patienten gab an, in den zwei Wochen vor Ausbruch des Ausschlags verreist gewesen zu sein. Die allererste Probe, die positiv auf das genetische Material von SARS-CoV-2 getestet wurde, war eine Urinprobe, die bereits am 12. September 2019 von einem acht Monate alten Kind entnommen wurde, dessen Serum ebenfalls positiv auf Antikörper gegen das Virus getestet wurde.
„Unsere Studie liefert starke Beweise dafür, dass SARS-CoV-2 bereits im Spätsommer 2019 in Norditalien zirkulierte und zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen masernähnlichen Hauterscheinungen und SARS-CoV-2", so die Forscher.













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