Wissenschaftler aus Malaysia und den Philippinen rufen USA zur Veröffentlichung von Daten aus Fort Detrick auf
Einen Monat nach dem Start einer Online-Petition in China, die von 25 Millionen Netzbürgern unterzeichnet wurde und in der von der WHO eine Untersuchung des US-Labors von Fort Detrick auf die Ursprünge des neuartigen Coronavirus gefordert wird, hat das chinesische Außenministerium die USA dazu aufgerufen, so rasch wie möglich auf die Fragen der internationalen Gemeinschaft zu antworten. Die Online-Petition hat Menschen in den Philippinen, Australien, Malaysia und Südkorea dazu inspiriert, von den Vereinigten Staaten zu verlangen, „die Tür“ für eine eingehende Untersuchung zu öffnen.

(Foto von VCG)
Die Petition wurde von Internetusern formuliert und ab dem 17. Juli über die Website der Global Times als Antwort der chinesischen Öffentlichkeit auf die Politisierung der Frage nach den Ursprüngen von COVID-19 durch die USA verbreitet. Bei einem Stand von 25 Millionen Unterschriften wurde die Petition am 6. August abgeschlossen. Die Petition wird als der lauteste Ruf der chinesischen Öffentlichkeit nach einer Untersuchung von Fort Detrick aufgefasst, ein Ruf, der erhoben wurde, nachdem die USA ihren Medienkrieg gegen China wegen der Ursprünge von COVID-19 durch den Auftrag an die US-Geheimdienste verschärft hatte, in einem Zeitraum von 90 Tagen den Ursprung der Pandemie aufzuklären.
Die Forderung der chinesischen Öffentlichkeit hat auch in anderen Ländern und weltweit bei Experten und Organisationen Widerhall gefunden.
Eine südkoreanische Bürgerrechtsgruppe hat das Biolabor von Fort Detrick und die US-Truppen in Südkorea (USFK) wegen des Einschmuggelns toxischer Substanzen auf US-Militärbasen in Südkorea verklagt. Die Einfuhr derartiger Stoffe verstoße gegen südkoreanisches Recht, berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.
Kim Hyun-joong, Vorsitzender der Korea Fire Safety Education Culture Association, reichte bei einem Gericht in Busan Klage gegen das US Army Medical Research Institute of Infectious Diseases in Fort Detrick, Maryland, und den Kommandanten der US-Truppen in Südkorea (USFK), Paul LaCamera, ein.
Den USFK und dem Biolabor von Fort Detrick werden vorgeworfen, zwischen 2017 und 2019 dreimal durch die Einfuhr toxischer Substanzen südkoreanisches Recht gebrochen zu haben.
Der philippinische Medienkommentator Herman Laurel hat Anfang August eine Online-Petition nach dem Vorbild Chinas mit dem Ziel gestartet, das Schweigen um Fort Detrick zu brechen. Es wird damit gerechnet, dass sich weitere ASEAN-Staaten anschließen werden.
„Wir haben bereits Unterschriften aus Malaysia und Australien. Wir planen ein Medienforum zu veranstalten, auf dem wir unseren Besuch der lokalen WHO-Vertretung ankündigen, in dessen Rahmen wir unsere Forderungen unterstreichen werden,“ so Laurel, der hofft bis spätestens Freitag nächster Woche der WHO ein entsprechendes Schreiben aushändigen zu können.
Auf einer Pressekonferenz am Freitag fragte Chinas stellvertretender Außenminister Ma Zhaoxu, warum die USA nicht den Mut aufbrächten, ihre Tore für die Suche nach den Ursprüngen des Coronavirus zu öffnen, aber das sogenannte „Laborleck“ im Wuhan Institut für Virologie aufbauschten. Tatsächlich seien die Vereinigten Staaten das Land mit den meisten Problemen in Hochsicherheitslaboren.
China rief die USA erneut dazu auf, Fragen und Zweifeln der internationalen Gemeinschaft zu entgegnen, Untersuchungsergebnisse über frühe Krankheitsfälle zu veröffentlichen und Experten der WHO nach Fort Detrick und in die mehr als 200 US-Biolabore auf der Welt zu Nachforschungen einzuladen sowie die Krankenakten der Soldaten zu veröffentlichen, die trotz verdächtiger Symptome an den Militärweltspielen in Wuhan teilgenommen hätten.












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