Ansteel & Ben Gang
Durch Umstrukturierung entsteht weltweit drittgrößter Stahlproduzent
Nachdem die oberste staatliche Vermögensaufsichtsbehörde (SASAC) ihre Genehmigung gegeben hat, wird in der nordostchinesischen Provinz Liaoning in Kürze der weltweit drittgrößte Stahlproduzent entstehen. Dafür sorgt die strategische Umstrukturierung der Staatsunternehmen Ansteel und Ben Gang.

Ein Mitarbeiter in einer Werkstatt des Stahlherstellers Ben Gang Group Corp (Ben Gang) mit Sitz in Liaoning.
Durch die strategische Umstrukturierung der Ansteel Group Corp Ltd (Ansteel), des zentral verwalteten Staatsunternehmens mit Sitz in der nordchinesischen Provinz Liaoning, und der Ben Gang Group Corp (Ben Gang), eines anderen Stahlherstellers ebenfalls mit Sitz in Liaoning, werde nun der drittgrößte Stahlhersteller der Welt nach Produktionsvolumen entstehen, teilte die oberste staatliche Vermögensaufsichtsbehörde (SASAC) in China am Freitag mit.
Der Schritt erfolgte, nachdem die Aufsichts- und Verwaltungskommission für staatseigenes Vermögen der Provinz Liaoning ihre 51-prozentige Beteiligung an Ben Gang - einem lokal verwalteten Staatsunternehmen - ohne Bedingungen an Ansteel übertragen hatte. Ben Gang wird damit zu einer Tochtergesellschaft von Ansteel.
Nach der Umstrukturierung wird die jährliche Rohstahlproduktionskapazität von Ansteel 63 Millionen Tonnen erreichen und die Betriebseinnahmen werden 300 Milliarden Yuan (46,14 Milliarden US-Dollar) betragen. Damit rangiere das Unternehmen fortan an zweiter Stelle in China und an dritter Stelle in der Welt, heißt es in einer Erklärung der Aufsichts- und Verwaltungskommission für staatseigene Vermögenswerte und der Provinzregierung von Liaoning.
Weng Jieming, stellvertretender Vorsitzender der SASAC, sagte auf einer Versammlung zur Übertragung von Aktien in Anshan in der Provinz Liaoning, dass die Umstrukturierung zur Vertiefung der Strukturreform auf der Angebotsseite, zur Förderung der Optimierung und strukturellen Anpassung der chinesischen Stahlindustrie sowie zur Aufrechterhaltung eines hochwertigen und nachhaltigen Wachstums dieses Sektors beitrage.
„Indem die reichen Rohstoffvorteile dieser beiden staatlichen Unternehmen sowohl auf dem Inlands- als auch auf dem Auslandsmarkt voll ausgeschöpft werden, wird dieser Schritt Chinas Fähigkeit zur Kontrolle strategischer Ressourcen stärken und die Sicherheit der Stahlindustrie und der Lieferketten besser gewährleisten", betonte er.
Weiter erklärte der Beamte, es sei sinnvoll, die Ressourcenverteilung der staatlichen Unternehmen in der nordöstlichen Region des Landes zu optimieren, Synergien freizusetzen und zu Chinas Bemühungen beizutragen, eine Reihe von Weltklasse-Unternehmen mit starker Wettbewerbsfähigkeit zu schaffen.
Mit 63.000 Mitarbeitern, 145 Milliarden Yuan an Vermögenswerten und einem Jahresumsatz von mehr als 100 Milliarden Yuan erreicht das in Benxi in der Provinz Liaoning ansässige Unternehmen Ben Gang eine jährliche Produktionskapazität von 20 Millionen Tonnen Rohstahl. Das Unternehmen gehöre zu den zehn größten Eisen- und Stahlherstellern in China und stehe weltweit auf Platz 17, so das Unternehmen.
Ansteel verfügt über eine jährliche Produktionskapazität von 39 Millionen Tonnen Rohstahl, 3.000 Stahlsorten und mehr als 60.000 Spezifikationen von Stahl-, Vanadium- und Titanprodukten mit hoher Wertschöpfung. Sie werden in Dutzenden von Branchen wie Eisenbahn, Bauwesen, Automobilindustrie, Maschinenbau, Schiffbau, Erdöl und Petrochemie, Luft- und Raumfahrt verwendet.
Dank der Reform des gemischten Eigentums, technologischer Durchbrüche und der Bemühungen um die Entlastung von Sozialprogrammen konnte Ansteel in der ersten Jahreshälfte 2021 Umsatzerlöse und Gewinne in Höhe von 150 Milliarden Yuan bzw. 20,2 Milliarden Yuan erzielen.
Zhou Lisha, Mitarbeiterin des Forschungsinstituts der SASAC, berichtete, die chinesische Regierung habe eine Neuausrichtung des mit vielen Akteuren fast überfüllten nationalen Stahlmarktes gefördert, um einer möglichen Überschwemmung vorzubeugen, die Kohlenstoffemissionen in der Schwerindustrie zu senken und mehr Metallprodukte mit hoher Wertschöpfung zu produzieren.
„Dies ist auch Teil des neuen Programms der Zentralbehörden zur Förderung der Koordinierung zwischen lokalen staatlichen Unternehmen in der nordöstlichen Region des Landes und zentralen staatlichen Unternehmen, um die Wiederbelebung des Nordostens Chinas zu beschleunigen", erläuterte sie.
Im Rahmen des Anfang dieser Woche vorgestellten Regierungsprogramms werden 111 lokale Staatsunternehmen in den Provinzen Heilongjiang, Jilin und Liaoning sowie in der autonomen Region Innere Mongolei eng mit 100 Tochtergesellschaften von 53 zentralen Staatsunternehmen zusammenarbeiten. Die Regierung wird sich aktiv um die Gründung neuer zentraler staatlicher Unternehmen in bestimmten Branchen bemühen, um innovationsbasiertes Wachstum zu fördern. Sie werde dem Prinzip der Marktwirtschaft folgen, die Gesetze und Vorschriften einhalten und die zentralen Staatsunternehmen bei der Umstrukturierung kontinuierlich anleiten, erklärte die SASAC auf einer Pressekonferenz im vergangenen Monat.
Im Einklang mit den Erfordernissen der industriellen Entwicklung werde die Regierung in den kommenden Jahren die Umstrukturierung und Integration zentraler staatlicher Unternehmen in der Stahlindustrie, der Herstellung von Stromübertragungs- und -verteilungsanlagen und in anderen Industriezweigen kontinuierlich vorantreiben.

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