Druck der US-Unternehmen

USA genehmigen Verkauf von Auto-Chips an Huawei

26.08.2021

Wegen des großen Drucks, den ihre eigenen Unternehmen auf sie ausgeübt haben, hat die US-Regierung nun doch den Verkauf von Fahrzeugchips an Chinas Tech-Riesen Huawei genehmigt. Dies verdeutlicht einmal mehr, dass die vor zwei Jahren erlassenen Exporteinschränkungen im High-Tech-Sektor in Wahrheit vielmehr US-Firmen als China treffen. 


Ein mit künstlicher Intelligenz ausgestattetes Elektrofahrzeug von HUAWEI wird am 28. April 2021 auf der 19. Internationalen Automobilausstellung (Auto Shanghai 2021) in Shanghai ausgestellt. Foto: Xinhua

 

Die USA haben Berichten zufolge den Verkauf einiger Fahrzeugchips an das führende chinesische Technologieunternehmen Huawei genehmigt. Dies sei jedoch kein Zeichen für eine Lockerung des Verbots, sondern kam laut chinesischen Analysten nur auf Druck zahlreicher US-Hersteller zustande, die in den vergangenen zwei Jahren die größten Verlierer des Handelsstreits gewesen waren.


Die Analysten sagten voraus, dass im Interesse der US-Unternehmen in Zukunft noch weitere Verkaufslizenzen genehmigt werden. Gleichzeitig merkten sie jedoch an, dass jeder weitere Schritt der US-Seite die Strategie von Huawei, technologische Durchbrüche zu erzielen und sich auf Geschäftsbereiche zu konzentrieren, die weniger anfällig für US-Handelsverbote sind, nicht beeinträchtigen werde.


Die US-Behörden haben Lizenzanträge im Wert von Hunderten von Millionen US-Dollar für Huawei genehmigt, damit das Unternehmen Chips für sein wachsendes Geschäft mit Autoteilen kaufen kann. Die Lizenzen werden für Zulieferer von Fahrzeugkomponenten wie Videobildschirme und Sensoren genehmigt, berichtete Reuters am Mittwoch unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen.


Auf die Frage nach den Lizenzen zitierte der Bericht einen Sprecher des US-Handelsministeriums, der sagte, die US-Regierung werde weiterhin Lizenzierungsrichtlinien anwenden, „um den Zugang von Huawei zu Waren, Software oder Technologie für Aktivitäten zu beschränken, die der nationalen Sicherheit und den außenpolitischen Interessen der USA schaden könnten."


Huawei sei kein Automobilhersteller, seine Automobilsparte sei vielmehr nur eines seiner aufstrebenden Geschäftsfelder, so dass die neue Genehmigung für das Unternehmen nur geringe Bedeutung haben dürfte, erklärte Xiang Ligang, Generaldirektor der in Beijing ansässigen Information Consumption Alliance, am Mittwoch.


Huawei hat sich häufig als neuer Anbieter von Komponenten für intelligente, vernetzte Fahrzeuge definiert und will den Erstausrüstern helfen, bessere Fahrzeuge zu bauen, anstatt selbst ein Automobilhersteller zu sein. Nicht das Unternehmen selbst, sondern die Zulieferer von Huawei, die in hohem Maße von Huaweis Produkten abhängig seien, würden hoffen, dass die USA ihre harte Haltung aufweichen könnten, betonte Xiang.


Da die chinesische Auto-Halbleiterindustrie mit ihrer weniger ausgefeilten Technologie langsam zu den ausländischen Industrien aufschließt, seien die Auswirkungen auf die Branche insgesamt begrenzt, erläuterte auch ein Vertreter der Halbleiterindustrie, der anonym bleiben wollte, am Mittwoch.


Bevor Huawei von der Trump-Administration auf eine schwarze Liste gesetzt worden war, war das Unternehmen einer der größten Kunden der US-Chipindustrie. Medienberichten zufolge kaufte Huawei jährlich für rund 12 Milliarden US-Dollar Chips aus den USA und trug somit zur Schaffung von 40.000 Arbeitsplätzen in den USA bei. Obwohl das Verbot in den vergangenen zwei Jahren Huawei schaden sollte, haben diese Beschränkungen in Wirklichkeit vor allem vielen amerikanischen Unternehmen geschadet.


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Fahrzeugchips,China,Huawei,USA