Gegen schlechten Einfluss von „Selbstmedien“

Social-Media-Plattformen werden schädliche und falsche Finanzinformation zu berichtigen

29.08.2021

In ihrer neuen Runde der sogenannten „Operation Qinglang“ geht Chinas Cyberspace-Regulierungsbehörde neben der überzogenen Starverehrung nun auch gegen „Selbstmedien“-Konten auf Social-Media-Plattformen vor.



Vier chinesische Social-Media-Giganten - WeChat, Douyin, Weibo und Kuaishou - kündigten am Samstag an, falsche Finanzinformationen zu berichtigen, die von sogenannten „Selbstmedien" (Self-Media)-Konten auf ihren Plattformen veröffentlicht werden. Mit diesem Begriff werden unabhängig betriebene Konten auf Social-Media-Plattformen bezeichnet.


Dieser Schritt folgte auf die Ankündigung einer neuen Runde der sogenannten „Operation Qinglang" (das chinesische Wort „Qinglang“ heißt in etwa: „klar und hell“) durch Chinas Cyberspace-Regulierungsbehörde (CAC) am Freitag. Im Rahmen dieser Operation werden eine Reihe von „Selbstmedien"-Konten verboten, die Verstöße wie die Veröffentlichung unzulässiger Geschäftsinformationen, die Fehlinterpretation der Wirtschaftspolitik, die Beeinträchtigung der Finanzmärkte, die Verbreitung von Fehlinformationen oder Erpressung begangen haben.


Die Maßnahme ist Teil eines neuen Vorgehens der chinesischen Cyberspace-Regulierungsbehörde, die ein sauberes Internetumfeld gewährleisten will, indem sie gegen schwere Verstöße, die die öffentliche Ordnung gefährden, vorgeht. Die Kampagne erstreckt sich auch auf den Kultur- und Unterhaltungssektor und zielt auf die „chaotische" Fankultur von Prominenten und auf internetbasierte Algorithmendienste ab, die Technologieunternehmen zur Steuerung ihrer Geschäfte verwenden.


In seiner Online-Erklärung sagte Weibo, dass es die Konten, die gegen die entsprechenden Regeln verstoßen, streng bestrafen und die Öffentlichkeit rechtzeitig über den Prozess informieren werde, da es den Aufbau eines gesunden und geordneten Internet-Umfelds aktiv begleiten werde.


WeChat sagte in einer Erklärung, dass es von jetzt an bis zum 26. Oktober finanzielle „Selbstmedien"-Konten untersuchen und schließen werde, die die Wirtschaftspolitik falsch interpretieren, den Finanzmarkt böswillig schlechtmachen oder Erpressung betreiben.


Verglichen mit der chinesischen Wertpapieraufsichtsbehörde, die die Anleger ebenfalls vor den Risiken schädlicher Nachrichten von Finanz-„Selbstmedien"-Konten gewarnt hat, verfüge die CAC über eine größere Durchsetzungsbefugnis gegenüber solchen Konten, die dazu benutzt werden, hemmungslos Angst zu verbreiten, um Aufmerksamkeit zu erregen, berichtete die Global Times unter Berufung auf Dong Dengxin, Direktor des Instituts für Finanzen und Wertpapiere der Universität Wuhan.


Dong sagte, die Entwicklung der Social-Media-Plattformen habe die Grenzen zwischen der breiten Öffentlichkeit und den Experten verwischt, aber das blinde Streben nach möglichst hohen Online-Besucherzahlen müsse eingedämmt werden. 


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Selbstmedien,Cyberspace-Regulierungsbehörde,Social-Media-Plattformen