Indische Medien stellen Situation erneut übertreiben dar
Haben chinesische Soldaten wirklich die Grenze zu Indien überquert?
In den indischen Medien ist in diesen Tagen davon zu lesen, dass angeblich Soldaten der chinesischen Volksbefreiungsarmee die Grenze zu Indien überquert hätten. Chinesische Experten machen nun aber klar, dass diese Berichte wie gewöhnlich übertrieben seien und damit nur das Ziel verfolgt werde, das Grenzproblem hochzuspielen, um Indiens Rolle in der sogenannten Quad-Vierergruppe zu verbessern.

(Foto von VCG)
Nachdem indische Medien berichtet hatten, dass Soldaten der Volksbefreiungsarmee (VBA) die Grenze überquert hätten, erinnerten chinesische Beobachter daran, dass die indischen Medien das Grenzproblem gewöhnlich hochspielen und solche Informationen direkt nach dem Quad-Vierergipfel verbreiten würden, um auf diese Weise ein konfrontatives Verhältnis zwischen Indien und China darzustellen und die Erwartungen des Westens zu bedienen.
Die indische „Economic Times“ berichtete am Dienstag unter Berufung auf einen anonymen Insider der indischen Sicherheitsbehörden, dass mehr als 100 VBA-Soldaten mit 55 Pferden am 30. August die Grenze zum indischen Barahoti überschritten und „einige Infrastruktureinrichtungen, darunter eine Brücke, beschädigt" hätten. Die VBA sei abgezogen, bevor die indischen Truppen eingetroffen seien, und es sei zu keinen Auseinandersetzungen gekommen, so der Bericht weiter.Eine weitere indische Zeitung („The Indian Express“) berichtete ebenfalls am Dienstag, dass die indische Armee als Folge des Grenzkonflikts mit China berittene Artilleriesysteme einsetze, die in hochgelegenen Gebieten leichter zu manövrieren seien.
Indien hatte 2016 von den USA 145 ultraleichte Haubitzengeschütze des Typs M-777 im Wert von fast 750 Millionen US-Dollar bestellt. Mehr als die Hälfte der bestellten Geschütze sei bereits ausgeliefert worden, informierte Generalleutnant TK Chawla, Generaldirektor der Artillerie.
Zhao Gancheng, ein Forscher am Shanghai Institute of International Studies, sagte, die Region sei zwar ein umstrittenes Gebiet, aber kein Krisenherd, weshalb man stets sehr genau auf das Timing der indischen Medien bei der Veröffentlichung solcher Informationen achten sollte. Indien sei international aktiv gewesen, erklärte Zhao und verwies auf den gerade beendeten sogenannten Quad-Gipfel (Indien, Australien, USA, Japan) sowie Indiens erstes„2+2"-Treffen mit Australien.
„Neu-Delhi ist das unbedeutendste Mitglied dieser Vierergruppe und daher bestrebt, seine Rolle hervorzuheben, indem es die Beziehungen zwischen China und Indien auf Konfrontationskurs bringt, was auch den Bedürfnissen der USA dient", erklärte Zhao.
Qian Feng, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Nationalen Strategieinstitut der Tsinghua-Universität, erläuterte, dass einige indische Medien aus politischen oder kommerziellen Gründen immer wieder Gerüchte über die chinesisch-indische Grenze verbreiten würden. Nach dem Patt im letzten Jahr sei Indien beispielsweise über das Ungleichgewicht zwischen den beiden Streitkräften überrascht gewesen und habe neu über seineunzureichende Besatzung an den Grenzen nachgedacht. Das sei der Hauptgrund gewesen, warum Indien die Truppen mit M-777 und anderer neuer Ausrüstung ausstatten muss, denn Indien müsse den Mangel an Langstrecken-Feuerkraft und Gebirgsjägerfähigkeiten ausgleichen, erklärte Qian.
Auf der Pressekonferenz des chinesischen Außenministeriums am Mittwoch wies die Sprecherin Hua Chunying darauf hin, dass Indien illegal die Grenze überschritten habe, um chinesisches Territorium zu untergraben, was zu Spannungen an der chinesisch-indischen Grenze geführt habe.
China lehne einen Rüstungswettlauf, der darauf abzielt, die militärische Kontrolle in den umstrittenen Gebieten auszuweiten, deutlich ab. Gleichzeitig sei China jedoch fest entschlossen, die chinesische territoriale Souveränität und Sicherheit zu schützen und sich gleichzeitig für die Aufrechterhaltung von Frieden und Stabilität in den Grenzgebieten zwischen China und Indien einzusetzen, machte die Sprecherin klar.

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