Chinas Weg zu sauberer Energie: Baihetan-Wasserkraftwerk arbeitet die ersten 100 Tage sicher

Der Wasserkraftgenerator Nr. 14 des chinesischen Wasserkraftwerks Baihetan hat 2.400 Stunden lang sicher und kontinuierlich gearbeitet. Damit hat er den in der Branche so genannten „Test der ersten 100 Tage“ bestanden, heißt es in einer Unternehmensmitteilung vom Mittwoch. Der von der Firma Harbin Electric Machinery entwickelte Generator ist der weltweit erste Turbinengenerator mit einer Leistung von einer Million Kilowatt.
Das Bestehen des Tests sei nicht nur ein anschaulicher Beweis dafür, dass die Technologie, die Fertigungstechnik und die Qualität der Installation der Wasserkraftanlage ein weltweit führendes Niveau erreicht haben. Es zeige auch, dass China sich auf eine saubere Stromerzeugung konzentriere und seine Kohlenstoffemissionsziele erreichen wolle, sagten Experten.
Es sei üblich, dass ein neuer Turbinengenerator für Wasserkraftwerke 100 Tage lang kontinuierlich in Betrieb genommen werde, um die Qualität und die Produktionsleistung des Aggregats zu überprüfen, heißt es in der Mitteilung.
Harbin Electric Machinery habe bei der Entwicklung des Aggregats zwei Neuerungen eingeführt, heißt es weiter. Erstens konnte die Kapazität der Anlage von 800.000 Kilowatt eine Million Kilowatt gesteigert werden. Zweitens werden bei der Konstruktion der Turbine lange und kurze Schaufeln verwendet, wodurch Stabilität und hoher Wirkungsgrad gleichzeitig erreicht werden können.
Der Generator der Wasserkraftturbine Nr. 14 wurde dem Unternehmen zufolge im Mai installiert und hat seit seiner Inbetriebnahme 2,19 Milliarden Kilowattstunden produziert.
Außerdem zeigt die Nutzung von Wasserkraft Chinas Neigung, saubere Stromerzeugungskapazitäten zu entwickeln. Das Land versucht, in den nächsten Jahren seine Ziele hinsichtlich der Kohlenstoffemissionen zu erreichen. Der Mitteilung zufolge hat das Kraftwerk Nr. 14 insgesamt 876.000 Tonnen Kohle eingespart und die CO2-Emissionen um 2,18 Millionen Tonnen reduziert.
China hat die Strombeschränkungen in letzter Zeit auf eine Reihe von Provinzen und Regionen ausgeweitet, unter anderem weil das Land versucht, die energieintensiven Industrien einzuschränken.
„Chinas Stromversorgungsengpässe sind nicht sehr groß, aber in diesem Jahr hat der Zustrom von Produktionsaufträgen als Folge der weltweiten Pandemie die Stromnachfrage angeheizt. Außerdem drosselt die Regierung die Stromversorgung, um Unternehmen mit hohem Energieverbrauch zu Produktionskürzungen zu bewegen“, sagte Han Xiaoping, Chefanalyst der Energiewirtschafts-Webseite china5e.com, am Donnerstag der Tageszeitung Global Times.
Han zufolge wird China den Kohleverbrauch weiterhin einschränken, um seine Kohlenstoffemissionsziele auf lange Sicht zu erreichen.












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