Hochrangiger Beamter wirft Adrian Zenz vor, ein „Lakai der USA“ zu sein
Ein hochrangiger Beamter aus dem nordwestchinesischen Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang übte am Montag deutliche Kritik am deutschen Pseudowissenschaftler Adrian Zenz. Er sagte, dass dessen ständigen Spekulationen über Xinjiang-Angelegenheiten in westlichen Medien persönlichen Interessen entspringen würden und er ein Lakai der USA sei.

Menschen tanzen am 22. Juli 2017 während des Saban-Festes der ethnischen Gruppe der Tataren in Tacheng im nordwestchinesischen Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang. (Foto: Xinhua/Xinjiang)
Xu Guixiang, der Sprecher der Regionalregierung, wies Zenz auf einer Pressekonferenz am Montag zurecht und sagte, dessen so genannten Berichte seien allesamt lediglich Produkte von Spekulationen, Vermutungen und Erfindungen, die durch Fakten widerlegt würden. Damit reagierte er auf die Frage nach einem Kommentar zu dem jüngsten Social-Media-Hype um den erneuten „Völkermord“-Vorwurf von Zenz.
„Warum benutzt Zenz immer wieder die gleiche alte Taktik? Im Grunde geht es ihm nur um seine persönlichen Interessen und darum, unrechtmäßig erworbenen Reichtum an sich zu reißen", kritisierte Xu. Zenz habe von einigen Leuten in den USA eine beträchtliche Summe Geld erhalten, so der Sprecher weiter:„Er hat Geld von den USA erhalten, also muss er sich abrackern und ein Lakai [altertümliche Bezeichnung für einen unterwürfigen Diener] der USA werden.“
Xu erinnerte auf der Pressekonferenz daran, dass Xinjiang stets offen sei und die in der Region verfolgte Politik ebenfalls einwandfrei sei. „Wir heißen Menschen aus verschiedenen Bereichen aus dem Ausland willkommen, Xinjiang zu besuchen und die Fakten über die Region zu erfahren, damit die Lügen der antichinesischen Kräfte widerlegt werden können. Wir wenden uns jedoch auch entschieden gegen jede Art von Untersuchungen im Stil von Schuldzuweisungen oder gegen alle Aktivitäten, die versuchen, [Gerüchte über Xinjiang] mit ideologischen Vorurteilen zu ‚beweisen‘ ", so Xu.
Zenz wurde 1974 in Deutschland geboren und hat sich später den chinesischen Namen „Zheng Guoen“ gegeben. Er war früher für die European School of Culture and Theology tätig und reiste 2007 als Tourist in das chinesische Xinjiang. Ab 2016 begann Zenz, sich aktiv zu Xinjiang zu äußern und die chinesische Politik in der Region mutwillig zu verleumden und zu verzerren. Er verfasste mehr als 10 Berichte über Xinjiang, darunter einen, der im Februar 2020 unter dem Titel „The Karakax List: Dissecting the Anatomy of Beijing's Internment Drive in Xinjiang“. Im Juli veröffentlichte er eine weitere Studie mit dem Titel „Sterilizations, IUDs, and Coercive Birth Prevention: The CCP's Campaign to Suppress Uyghur Birth Rates in Xinjiang“.
In der Folge verklagten mehrere Unternehmen und Einzelpersonen in Xinjiang Zenz Anfang des Jahres wegen der Verbreitung von Gerüchten über angebliche „Zwangsarbeit" in Xinjiang. Diese Vorwürfe hatten für die Einheimischen zu Rufschädigung und wirtschaftlichen Verlusten geführt. Ein lokales Gericht in Kashgar akzeptierte die Klage, wie lokale Medien im April berichteten. Eines der Unternehmen teilte den Medien Anfang November mit, dass das Gericht Zenz eine Vorladung zugestellt habe, damit er sich vor Gericht zu den Vorwürfen äußert.
Doch trotz der Beschwerden von Einwohnern und Unternehmen aus Xinjiang ist Zenz weiterhin ein Liebling der westlichen Medien, der aktiv antichinesische Kommentare auf Twitter veröffentlicht.
„Ich hoffe, dass jeder seinen Blick schärfen kann, um nicht von diesem verschlagenen und geldbesessenen ‚akademischen Schurken‘ betrogen zu werden", betonte Xu auf der Pressekonferenz am Montag.












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