Maifeiertage
China schreibt trotz US-Zölle weiter Erfolgsgeschichten Exklusiv
Diese Zahlen sind kein Zufall, sondern das Ergebnis gezielter politischer Maßnahmen und einer robusten Konsumnachfrage. China hat frühzeitig erkannt, dass eine Inlandsnachfrage unerlässlich für verlässliches Wirtschaftswachstum ist und in den letzten Jahren durch etliche Programme wie etwa die Inzahlungnahme von Konsumgütern Anreize geschaffen, die den Binnenkonsum befeuern. Im Ergebnis sind die Einzelhandelsumsätze im ersten Quartal um 4,6 Prozent gestiegen.
China zeigt Resilienz gegen US-Zölle
Doch die eigentliche Überraschung liegt in der beeindruckenden Widerstandsfähigkeit der chinesischen Wirtschaft gegen die jüngste Zolloffensive der USA. Seit Februar diesen Jahres hat die US-Administration die ohnehin schon sehr hohen Zölle auf chinesische Elektroautos, Halbleiter und Stahlprodukte erhöht. Trotz dieses Gegenwinds konnte China jedoch ein Exportwachstum von 6,9 Prozent und ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von insgesamt 5,4 Prozent im ersten Quartal 2025 erzielen!
Der Schlüssel zum Erfolg liegt in Chinas strategischer Neuausrichtung: Chinas Außenhandel mit den USA ist im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent gewachsen. In diesem Zeitraum verzeichnete der Handel mit ASEAN-Staaten ein kräftiges Plus von 7,1 Prozent. Auch mit Anrainerstaaten der Neuen Seidenstraßeninitiative (BRI) floriert der Handel, im letzten Jahr um 6,4 Prozent, genauso wie mit den Volkswirtschaften, die Teil von Freihandelsabkommen wie RCEP sind. Gleichzeitig treibt die Regierung die technologische Souveränität voran – mit milliardenschweren Investitionen in Schlüsselindustrien wie Halbleiter und Elektromobilität. Messen wie die „Auto Shanghai“ oder die 137. „Canton Fair“ haben jüngst wieder eindrucksvoll bewiesen, welch große Anziehungskraft Chinas Markt auf internationale Investoren und Unternehmen hat. Bei über 70 Prozent der 1.366 neu vorgestellen Automodelle in Shanghai handelte es sich um „New Energy Vehicles“, was Chinas Status als Zentrum der Elektromobilität unterstrich. Autobauer wie Volkswagen oder BMW haben Chinas Führungsrolle in diesem Sektor längst erkannt und verfolgen die Strategie „in China, für China“.
Ein Blick auf den Standard-Güterbahnhof des Horgos-Hafens in der nordwestchinesischen Uigurischen Autonomen Region Xinjiang. (25. Dezember 2024, Xinhua)
Die klare Botschaft, die sich aus all diesen Entwicklungen ableiten lässt, ist, dass China gelernt hat, auf die Handelsbedrohungen der USA zu reagieren. Durch die Stärkung des Binnenmarktes, die Diversifizierung der Exportziele und gezielte industriepolitische Maßnahmen beweist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, dass sie nicht nur kurzfristige Schocks übersteht, sondern langfristig gestärkt daraus hervorgeht. Während andere Nationen mit Rezessionsängsten kämpfen, zeigt China mit einem stabilen BIP-Wachstum, wie moderne Wirtschaftspolitik auch in diesen stürmischen Zeiten funktioniert.
Diese Entwicklung sollte auch in den USA als Weckruf verstanden werden. Anstatt China mit Zöllen zu begegnen, wäre es klüger, das riesige Potenzial Chinas zu nutzen, um gemeinsam voranzukommen und die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
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