Wegen US-Zöllen wollen deutsche Autohersteller engere Zusammenarbeit mit China
Auf der Suche nach Chancen
Angesichts der wachsenden Unsicherheit und der sich wandelnden Handelspolitik in den transatlantischen Märkten wenden sich immer mehr deutsche Unternehmen China zu, angezogen von dessen regulatorischer Stabilität und klareren Wachstumsaussichten. Durch lokale Produktion, Technologiepartnerschaften und gezielte Investitionen versuchen die Automobilhersteller, ihre Position in Asien zu stärken und den Strukturwandel zu beschleunigen.
Arno Antlitz, Finanzvorstand und COO von Volkswagen, äußerte sich kürzlich sehr zuversichtlich hinsichtlich des Ausbaus lokaler Plattformen und Batteriepartnerschaften auf dem chinesischen Markt.
BMW kündigte außerdem eine Zusammenarbeit mit dem chinesischen Technologieunternehmen Momenta an, um gemeinsam Fahrerassistenzsysteme der nächsten Generation zu entwickeln, die auf die lokalen Verbraucher zugeschnitten sind.
Dieses Foto vom 8. Mai 2024 zeigt die Roll-off-Zeremonie des 6-millionsten Autos, das von BMW Brilliance Automotive (BBA) in Shenyang in der nordostchinesischen Provinz Liaoning produziert wurde. (Xinhua/Pan Yulong)
Diese leistungsstarke Zusammenarbeit mit chinesischer Expertise untermauert die Strategie von BMW ‚In China, für China und gemeinsame Entwicklung mit chinesischer Geschwindigkeit‘ und bringt sie auf ein neues Niveau“, sagte Sean Green, Präsident und CEO der BMW Group Region China.
„Die Zukunft der Automobilindustrie liegt in China“, sagte Ferdinand Dudenhöffer, ein renommierter deutscher Automobilexperte. Er drängte auf eine Ausweitung der Zusammenarbeit zwischen deutschen und chinesischen Akteuren in der gesamten Fahrzeug- und Lieferkettenlandschaft.
BMW und Porsche würden Leistungsvorteile bieten, während Mercedes-Benz in Sachen Design und Komfort führend sei. Alle drei würden zunehmend auf Chinas Vorsprung in der Batterietechnologie und der Serienproduktion setzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, so Dudenhöffer.
Da das jüngste Zollabkommen zwischen den USA und der EU große Unsicherheit für Unternehmen schaffe, warnte Michael Schumann, Vorsitzender des Bundesverbandes für Wirtschaftsförderung und Außenhandel, dass das globale Handelssystem zunehmend unter Druck gerate, da Handel zunehmend als geopolitisches Instrument eingesetzt werde.
In einer fragmentierten globalen Landschaft könnte China eine der Säulen der regulatorischen Stabilität für internationale Unternehmen darstellen, sagte er.












