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| 12. 04. 2010 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
China möchte eine ausgeglichene Handelsbilanz, so der Handelsminister, da dies eine stabile Entwicklung garantierte.

Das wahrscheinliche Handelsdefizit im März sei nur kurzfristiger Natur und werde das starke Wirtschaftswachstum Chinas nicht beeinträchtigen, erklärte Chen Deming, Handelsminister Chinas, am Donnerstag. Chen erklärte, dass China eine ausgeglichene Handelsbilanz anstrebe und kein Defizit oder Überschuss, da es weder mit dem Einen noch mit dem Anderen Probleme haben wolle. Der Minister machte diese Aussagen an der Signierungszeremonie des Freihandelsabkommens zwischen China und Costa Rica. Das Abkommen ist das erste dieser Art, das China mit einem zentralamerikanischen Land abgeschlossen hat.
Obwohl die Handelszahlen für März damals noch nicht veröffentlicht worden waren, erklärte Chen, dass China in diesem Monat wohl ein Handelsdefizit gehabt hatte. Er spielte jedoch die Besorgnisse herunter und erklärte, dass das Defizit klar die Öffnungspolitik für ausländische Güter, also Importe, zeige. Zudem zeige es, dass sich das Land von der Finanzkrise erholt habe, erklärte er. Der Minister war aber zuversichtlich, dass das Defizit nur kurzfristiger Natur ist.
Ausgeglichenheit als Ziel. Das wahrscheinliche Handelsdefizit im März wäre das erste seit 70 Monaten. Ministerpräsident Wen Jiabao erklärte, dass während der ersten 10 Tage des März ein Handelsdefizit von etwa 6 Milliarden Euro entstanden sei. Die Ökonomen sind sich einig, dass das Handelsdefizit nur temporär ist, wenn man die sinkenden Importzahlen Chinas und die schnell ansteigende Nachfrage im Ausland betrachtet. Chen zeigte sich aber weiterhin besorgt über die steigenden Preise von Rohstoffen, die China importieren muss, sowie über die hohen Arbeitslosenzahlen und die schwache Kaufkraft in der EU und den USA. "China muss sich auf Unsicherheiten auf den Weltmärkten gefasst machen, da diese zu Problemen und Druck auf das Land führen könnten", erklärte Chen. Er wiederholte, dass das Land sich der Öffnung und dem freien Handel verpflichtet habe und erklärte, dass China dies erreichen werde, koste es was es wolle.
Ministerpräsident Wen Jiabao verkündete kürzlich, dass China sich über das Handelsbilanzdefizit während der ersten 10 Tage im März freue und sich das Land weiter für Importe öffnen wolle, um die Balance zu wahren. Denn weder ein Überschuss noch ein Defizit wäre gut für China. "Die Volksrepublik kann kein großes Defizit verantworten und möchte auch nicht das Risiko eingehen, riesige Fremdwährungsreserven zu lagern, da diese sich abwerten könnten wie in der Finanzkrise", so Chen. Das Land war in letzter Zeit in den USA in die Kritik geraten, denn manche US-Politiker behaupten, dass die Volksrepublik für das Handelsdefizit der USA verantwortlich sei. Doch die chinesischen Regierungsfunktionäre wehren sich vehement gegen diese Behauptung und erklären, dass unausgeglichene Handelsbilanzen nichts mit der Währungspolitik zu tun hätten. "Die Marktsituation und wie man eine Volkswirtschaft zum Ausland hin öffnet ist wichtiger für die Handelsbilanz als die Währungspolitik eines anderen Landes", erklärte Chen.
China verzeichnet erstmals seit sechs Jahren Handelsdefizit
Chinas Handelsbilanz war im März dieses Jahres erstmals seit sechs Jahren negativ, teilten die Zollbehörden am Samstag in Beijing mit.
Quelle: China Daily
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