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17. 05. 2011 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Bewegung auf dem Geldmarkt

Schlagwörter: China, Geldmarkt

Die Verbesserung von Chinas Wirtschaftsstruktur erfordert es dringend, umweltbelastenden und energieverschwendenden Branchen die Kredite zu entziehen.

Hinsichtlich des Wechselkurses verspricht die Zentralbank eine größere Flexibilität und zugleich eine angemessene Festlegung.

Um die globale Präsenz des Renminbi zu verstärken, stellt die Zentralbank einen Ausbau seiner Rolle als Verrechnungswährung im grenzüberschreitenden Handel in Aussicht. Von Januar bis März wurden Geschäfte im Wert 360,3 Milliarden Yuan (39,3 Mrd. Euro) in Renminbi abgewickelt. Gegenüber dem letzten Quartal 2010 eine Steigerung um 19 Milliarden Yuan (2,8 Mrd. Euro).

Die Blase auf dem Immobilienmarkt sorgt weiterhin für Kopfzerbrechen. In den letzten Jahren haben steigende Preise auf dem Wohnungsmarkt für eine Arbeiterfamilie faktisch unmöglich gemacht, ein Eigenheim zu erwerben. Um die dramatische Preisentwicklung zu dämpfen, hat die Regierung die Kreditvergabe an Immobilienentwickler eingeschränkt und in den großen Städten Beschränkungen beim Kauf von Eigentumswohnungen verfügt. Zugleich wurde der Bau subventionierter Wohnungen der unteren Preiskategorie gefördert; sie sollen an weniger begüterte Bürger verkauft werden.

Der Schlüssel zum Erfolg, so der Bericht der Zentralbank, liege in der konsequenten Umsetzung der ins Auge gefassten Maßnahmen und der Gesundung des Immobilienmarktes.

Einzelne Maßnahmen scheinen bereits zu greifen. Im ersten Quartal 2011 betrug der Umfang der ausgehändigten Hypothekenkredite nur noch 509,5 Milliarden Yuan (55,7 Mrd. Euro). 333,8 Milliarden (36,5 Mrd. Euro ) weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

"Sinkende Verkaufszahlen und Kapitalengpässe werden den Druck auf Immobilienentwickler erhöhen, die Preise zu senken", meint Qin Hong, Vizedirektor der Forschungsgruppe Wohnungsmarkt beim Ministerium für Wonung und

Aufbau in Stadt und Land .

Die Hauptaufgabe der Wirtschafts- und Finanzpolitik liegt weniger in einer allgemeinen Dämpfung der Preise, sondern eher in der Vermeidung von Risiken für die Gesamtwirtschaft, die sich im Immobiliensektor aufbauen und unter anderem auch die Gestalt eines Preisverfalls annehmen können, befürchtet die Zentralbank.

Bei der Förderung des Baus von Wohnungen zu erschwinglichen Preisen ist es wesentlich, genau festzulegen, wer als Empfänger niedriger Einkommen zu gelten hat. Die Auswahl der Zielgruppe, die Aushändigung der erheblichen Geldmittel in nachhaltiger und transparenter Weise und die Ausarbeitung der Ausführungsbestimmungen werden die zentralen Fragen sein, die es zu beantworten gilt, meint der Bericht der Zentralbank.

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Quelle: Beijing Rundschau

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