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25. 08. 2015 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Talfahrt chinesischer Aktien hält Weltmärkte in Atem

Schlagwörter: Talfahrt China Börse Welt, S&P 500 Index

In der ersten halben Stunde nach Handelsbeginn am gestrigen Montagmorgen hatten sich die US-Händler um schnelle Verkäufe bemüht. Vergangenen Donnerstag und Freitag hatten Bedenken über eine von China ausgehende globale Wirtschaftsschwächung und schwankende Einzelhandelspreise direkt zu einer 5-prozentigen Verschlechterung geführt. „Jeder, der einen Puls hat, war nervös“, beschreibt Michael James, Generaldirektor des Aktienhandels bei Wedbush Securities in Los Angeles.

Ein Händler hält seinen Bildschirm im Blick, während er auf dem Boden der New Yorker Börse weiter arbeitet, 24. August 2015.

Wie Daten von Reuters belegen, belief sich das Handelsvolumen gestern auf 14 Milliarden Aktien und verdoppelte somit den Durchschnitt von sieben Milliarden der letzten Monate, das hatte der Handelssystembetreiber BATS Global Markets berechnet. Am vergangenen Freitag wurden rund 10,6 Milliarden Aktien gehandelt.

Nach dem Fall auf den niedrigsten Wert seit sechseinhalb Jahren, ließen sich die Ölpreise auf einem drastischen Tief nieder. Zufluchtsorte wie die US-Regierung und deutsche Anleihen, ebenso wie der Yen und der Euro, lebten zur gleichen Zeit auf, denn es machten sich Sorgen um die Währungen breit. China hatte seine Währung erst kürzlich zum wiederholten Male abgewertet.

Der Preis für ein Barrel US-Rohöl pendelte sich bei 38,24 US-Dollar ein, zuvor war der Preis pro Barrel auf 37,75 US-Dollar gefallen. Das Rohöl Brent setzte sich bei 42,69 US-Dollar, nachdem es früher am Tag auf 42,51 US-Dollar gefallen war. Beide Preise liegen damit erstmals unter dem Wert von Januar. Sorgen um eine schwächere Nachfrage aus dem sonst eigentlich ressourcenhungrigen China ließen auch die Bedenken eines derzeitigen Überangebots wachsen. Der S&P Energiesektor schnitt den gestrigen Handelstag als schwächster Akteur ab und verlor 5,2 Prozent. Kupfer, das als Barometer für die weltweite industrielle Nachfrage steht, fiel auf ein Sechsjahrestief, Nickel sank ebenfalls dramatisch.

Der Absturz Chinas

Die Baisse an den chinesischen Aktienmärkten ist die schlimmste seit der Finanzkrise im Jahre 2007. Soweit hat sie alle Gewinne geschluckt, die für das Jahr 2015 noch übrig blieben und im Juni bei 50 Prozent lagen.

Viele Händler hofften darauf, dass Beijing Maßnahmen zur Unterstützung ergreifen würde. Dabei hätte eine Senkung des Zinssatzes über das Wochenende in Frage kommen können, nachdem Chinas Hauptbörsen letzte Woche um 11 Prozent zusammengebrochen sind.

Offenbar bedingt durch starke Zweifel an der für dieses Jahr geplanten Zinsanhebung in den USA, fiel der Dollar zunächst um 2,5 Prozent, dann nur noch um 1,6 Prozent gegenüber den anderen wichtigen Währungen. Auch der australische Dollar fiel auf ein Sechsjahrestief, wie auch viele andere aufstrebende Marktwährungen. Dem Euro wiederum verhalf die hektische Suche nach Sicherheit zu einem Aufschwung auf 1,17 US-Dollar, der siebeneinhalb Monate nicht gesehen war. Der MSCI's Index für Aktien im Asien-Pazifik-Raum außer Japan verlor 5,4 Prozent an Wert und fiel auf ein Dreijahrestief. Der japanische Nikkei endete mit einem 4,6-prozentigen Verlust, die australischen und indonesischen Aktienkurse landeten jeweils bei Werten, die das letzte Mal vor zwei Jahren so tief waren. Der wichtigste britische Aktienindex FTSE 100, mit einer Vielzahl an Bergbau-Unternehmen und Ölfirmen, endete mit einem Verlust von 4,7 Prozent im bereits zehnten Rückgang in Folge – die schlimmste Bilanz seit 2003.

Der MSCI Globale Aktienindex hatte 3,8 Prozent am Ende des amerikanisches Handelstages verloren.

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Quelle: german.china.org.cn

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