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04. 08. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Demo zum Erhalt von Kantonesisch gipfelt in drei Festnahmen

In Guangzhou, der Hauptstadt der Provinz Guangdong, wurden drei Personen von der Polizei festgenommen, da sie angeblich die öffentliche Ordnung störten. Sie hatten sich Hunderten anderer Demonstranten angeschlossen, die bei einer Kundgebung die Behörden aufforderten, ihre lokalen Dialekt zu bewahren.

Die meisten der Teilnehmer der Kundgebung hätten Gerüchten Glauben geschenkt, dass Kantonesisch abgeschafft werden soll, aber "ein paar Leute mit Vorstrafen hätten an der Demo teilgenommen, um absichtlich Ärger zu machen," sagte das Guangzhouer Behörde für Öffentliche Sicherheit gestern.

Ein 19-jähriger Mann mit Familiennamen Liang, ein 25-jähriger Mann namens Tan und eine 42-jährige Frau mit Familiennamen Guo wurden unter dem Vorwurf festgenommen, die öffentliche Ordnung zu stören und Schlägereien und Staus zu verursachen, ließ die Behörde verlauten. Liang sei im Jahr 2007 wegen Raubes inhaftiert worden, und Guo sei drogenabhängig gewesen und drei Mal seit 2003 einen obligatorischen Drogenentzug erhalten, so die Behörde.

Die Kundgebung am Sonntag war die zweite Demo von Guangzhouer Bürgern, seit ein lokaler politischer Beirat vorgeschlagen hatte, Guangzhou TV solle mehrere seiner Nachrichtensendungen in Mandarin ausstrahlen oder aber einen Sendekanal in Mandarin einrichten. Das führte zu Befürchtungen, Kantonesisch würde wegen der Förderung von Mandarin abgeschafft werden. Die Stadtregierung von Guangzhou dementierte, dass lokale Behörden Kantonesisch abschaffen wollen.

Quelle: Xinhua

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