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27. 10. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Busunglück nach Taifun in Taiwan

Schlagwörter: Taiwan, Taifun Megi, Erdrutsch

Rettungsarbeiter suchen in einer Schlucht im Kreis Ilan in Taiwan zwanzig Touristen vom chinesischen Festland, die wahrscheinlich in ihrem Reisebus von einer Küstenstraße abgestürzt sind, nachdem Taifun Megi vergangene Woche über Ostasien hinweggezogen war.

Ein Rettungsarbeiter seilt sich in eine Schlucht ab, um nach vermissten Touristen im Kreis Ilan in Taiwan zu suchen. Über 200 Rettungsarbeiter waren bei der Suche im Einsatz, die sich auf einen Abschnitt der Autobahn Suhua in Ilan konzentriert, nachdem die Hauptautobahn in Ost-Taiwan am Donnerstag von einem Erdrutsch betroffen wurde, der viele Opfer forderte und Hunderte von Reisenden festsitzen ließ. Rund zwanzig Touristen vom chinesischen Festland waren bis Montagabend vermisst geblieben.

Rettungsarbeiter haben sich am Montag in eine Schlucht abgeseilt, um zu versuchen, zwanzig Touristen vom chinesischen Festland zu finden, die wahrscheinlich in ihrem Reisebus von einer Küstenstraße in Taiwan abgestürzt sind, nachdem Taifun Megi vergangene Woche über Ostasien hinweggezogen war. Die Rettungsarbeiter erklärten, sie hätten ein Todesopfer und mehrere Leichenteile in dem Gebiet gefunden, doch diese wurden bislang nicht eindeutig identifiziert. Wrackteile des Busses, die entlang der Felsschlucht gefunden wurden, lassen schließen, dass das Fahrzeug von der Straße in über 300 Meter Tiefe ins Meer gestürzt ist. Die Rettungsarbeiter suchen im Meer nach Opfern.

Verwandte der vermissten Touristen aus der südchinesischen Stadt Zhuhai machen eine taiwanesische Reiseagentur – die in Taipei sitzende Agentur Chuang Yi Travel – dafür verantwortlich, keine notwendigen Vorsichtsmaßnahmen unternommen zu haben, als Taifun Megi vergangenen Donnerstag über die Insel hinwegfegte. Chuang Yi war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Trotz Rekordregens und schlechten Straßenzustands haben taiwanesische Beamte die Autobahn nicht gesperrt, die sich gefährlich nah entlang der Nordost-Küste windet. Mehrere durch den Taifun verursachte Erdrutsche haben Fahrzeuge mit insgesamt 400 Menschen festsitzen lassen. Mittlerweile sind sie in Sicherheit.

Megi hat mindestens 28 Menschenleben auf den Philippinen und zwölf in Taiwan gefordert, neun der Opfer wurden lebendig begraben, als ein Erdrutsch einen buddhistischen Tempel im Kreis Ilan zum Einsturz brachte, der zuvor einem Rekord von 114 Zentimetern Regen standgehalten hatte.

Megi hat bis zu 33 Zentimeter Regen in die Küstendörfer gebracht und großen Schaden an Fischerbooten und Schellfischbeständen in der Provinz Fujian verursacht. Der Taifun hat Fujian wirtschaftliche Verluste in Höhe von knapp 2,8 Milliarden Yuan, oder 300 Millionen Euro, gebracht, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Der Taifun hat 36.050 Hektar Weizen und 530 Häuser zerstört, außerdem mussten 253 Unternehmen ihre Produktion einstellen. Der Tourismus vom chinesischen Festland nach Taiwan ist drastisch in die Höhe geschnellt, seit Taiwans Präsident Ma Ying-Jeou vor gut zwei Jahren sein Amt aufgenommen hat. Durchschnittlich 2.500 Besucher vom Festland reisen pro Tag nach Taiwan.

Quelle: Shanghai Daily

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